Avista VITEC 7000 Antiscalant

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VITEC 7000

Antiscalant VITEC 7000

Vitec 7000 ist ein flüssiges Mehrkomponenten-Antiscalant und Dispergiermittel für Membrananlagen mit besonderem Schwerpunkt auf Sulfathemmung. Das Produkt wird in Umkehrosmoseanlagen und Nanofiltrationsanlagen eingesetzt, wenn Calciumsulfat, Bariumsulfat, Strontiumsulfat oder Calciumcarbonat die Ausbeute und Betriebssicherheit der Membrananlage begrenzen können.

Vitec 7000 ist vor allem für Brackwasser und sulfatreiches Abwasser interessant, wenn für eine wirtschaftliche Rückgewinnung über Membransysteme ein spezialisiertes Antiscalant benötigt wird. Passende Antiscalant-Dosiersysteme, allgemeine Dosiertechnik, Filtereinsätze und Membranelemente sind ebenfalls erhältlich.



Antiscalant VITEC 7000<br>20 kg Kanister

Antiscalant VITEC 7000
20 kg Kanister

EUR 194,21 - EUR 230,62
Preis netto: EUR 193,80

EUR 11,53 pro Kilogramm

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Antiscalant VITEC 7000<br>230 kg Fass

Antiscalant VITEC 7000
230 kg Fass

EUR 2.028,66
Preis netto: EUR 1.704,76

EUR 8,82 pro Kilogramm

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Vitec 7000 richtig einsetzen

VITEC 7000 Antiscalant für Membrananlagen

Antiscalant für sulfatreiche Speisewässer

Vitec 7000 ist auf Anwendungen ausgelegt, bei denen Sulfatablagerungen in Membransystemen ein zentrales Risiko darstellen. Besonders Calciumsulfat kann bei hoher Aufkonzentrierung im Retentat zu festen Ablagerungen auf Membranoberflächen führen.

Das Produkt verhindert laut Datenblatt die Ausfällung von Calciumsulfat und ermöglicht eine bis zu 6-fache Sättigung. Dadurch kann Vitec 7000 dort interessant werden, wo die erreichbare Ausbeute einer Umkehrosmoseanlage durch Sulfat-Scaling begrenzt ist.

Hauptanwendung Brackwasser und sulfatreiches Abwasser

Der typische Einsatzbereich von Vitec 7000 liegt bei Brackwasser oder sulfatreichem Abwasser. In solchen Speisewässern kann die Konzentration von Calcium, Sulfat, Barium oder Strontium bei steigender Ausbeute stark zunehmen.

Dadurch steigen die Anforderungen an Antiscalant, Vorbehandlung und Anlagenfahrweise. Vitec 7000 sollte deshalb nicht als allgemeines Standard-Antiscalant betrachtet werden, sondern als Spezialprodukt für Membrananlagen mit ausgeprägtem Sulfat-Scaling-Risiko.

Wirkung gegen Sulfat- und Carbonatablagerungen

Im Datenblatt werden als relevante Ablagerungsarten Bariumsulfat, Calciumsulfat, Strontiumsulfat und Calciumcarbonat genannt. Diese Verbindungen können bei Umkehrosmose und Nanofiltration durch Aufkonzentrierung im Retentat ausfallen.

Vitec 7000 ist mit einer kristallmodifizierenden Eigenschaft formuliert. Dadurch wird das Kristallwachstum anorganischer Salze gestört, sodass Ablagerungen im Membransystem reduziert werden können. Das Produkt wirkt damit nicht durch Entfernung der Salze, sondern durch Stabilisierung und Hemmung der Ablagerungsbildung.

Abgrenzung zu Vitec 4000

Vitec 7000 unterscheidet sich deutlich von Vitec 4000. Während Vitec 4000 vor allem bei Silica-Scaling und hohen Silikatwerten eingesetzt wird, liegt der Schwerpunkt von Vitec 7000 auf Sulfathemmung.

Wenn Silikat die Ausbeute begrenzt, ist Vitec 4000 naheliegender zu prüfen. Wenn dagegen Calciumsulfat, Bariumsulfat oder Strontiumsulfat die kritischen Ablagerungen sind, ist Vitec 7000 das passendere Spezialprodukt innerhalb der Vitec-Reihe.

Abgrenzung zu Vitec 3000

Vitec 3000 ist breiter als flüssiges Antiscalant und Dispergiermittel für unterschiedliche Speisewässer positioniert. Es wird für Brackwasser, Abwasser und Meerwasser beschrieben und deckt verschiedene Scaling-Arten ab.

Vitec 7000 ist spezifischer auf sulfatreiche Wässer und wirtschaftliche Rückgewinnung in anspruchsvollen Membransystemen ausgerichtet. Die Auswahl zwischen Vitec 3000 und Vitec 7000 sollte daher nicht allein nach Standarddosierung erfolgen, sondern nach Wasseranalyse, Sulfatbelastung, Calciumwert, Ausbeute und kritischem Scaling-Index.

Dosierstelle nach Multimediafilter

Die besten Ergebnisse werden laut Datenblatt erzielt, wenn Vitec 7000 nach Multimediafiltern und vor Patronenfiltern dosiert wird. Dadurch wird das Produkt nach der groben Vorfiltration in den Feedstrom eingebracht und kann sich vor Eintritt in die Membranstufe gleichmäßig verteilen.

Diese Anordnung ist besonders bei anspruchsvollen Wässern wichtig. Multimediafilter, Patronenfilter, Dosierstelle und Mischstrecke sollten so aufeinander abgestimmt werden, dass das Antiscalant gleichmäßig im Zulauf der Membrananlage verteilt wird.

Typische Dosierung

Die typische Dosierung von Vitec 7000 liegt laut Datenblatt zwischen 2 und 5 mg/l. Eine standortspezifische Dosierung kann mit Avista Advisor ermittelt werden.

Die tatsächliche Dosiermenge hängt von Rohwasseranalyse, Sulfatbelastung, Calcium, Barium, Strontium, Ausbeute, Temperatur, pH-Wert und Membrankonfiguration ab. Besonders bei sulfatreichen Wässern sollte die Dosierung nicht pauschal eingestellt werden, da bereits kleine Änderungen der Ausbeute das Scaling-Risiko deutlich verändern können.

Anwendung unverdünnt oder verdünnt

Vitec 7000 ist so formuliert, dass es unverdünnt dosiert werden kann. Wenn eine Verdünnung erforderlich ist, sollte vollentsalztes Wasser oder Umkehrosmose-Permeat verwendet werden. Falls diese Wasserqualitäten nicht verfügbar sind, kann enthärtetes Wasser eingesetzt werden.

Die Verdünnung sollte laut Datenblatt nicht unter 10 % Lösungskonzentration liegen. Diese Vorgabe dient dem Schutz des integrierten Bakteriostatikums, das Bakterienwachstum in Produktverpackung und Zuführtank hemmt. Bei verdünnten Dosierlösungen müssen daher Lagerzeit, Behälterhygiene und Dosierpumpenleistung berücksichtigt werden.

Kompatibilität mit Polyamidmembranen

Vitec 7000 ist laut Datenblatt mit Polyamidmembranen aller großen Hersteller kompatibel. Das ist relevant, weil Polyamidmembranen in vielen industriellen Umkehrosmose- und Nanofiltrationsanlagen eingesetzt werden.

Trotz dieser breiten Kompatibilität sollte vor dem Einsatz geprüft werden, welche Membrantypen tatsächlich verbaut sind. Membranmaterial, Betriebsdruck, Temperatur, Reinigungschemie, Vorbehandlung und vorhandene Dosierchemikalien müssen zur Anwendung passen.

Kompatibilität mit Avista-Ausflockungsmitteln

Das Datenblatt nennt Vitec 7000 als kompatibel mit Avista-Ausflockungsmitteln. Das kann bei Membrananlagen relevant sein, bei denen Flockung, Koagulation oder Multimediafiltration Teil der Vorbehandlung sind.

Trotzdem müssen Dosierstellen und Verfahrensfolge technisch geprüft werden. Koagulant, Flockung, Filtration und Antiscalant dürfen sich nicht gegenseitig beeinträchtigen. Entscheidend ist, dass keine Rückstände oder Flocken in die Membranstufe gelangen.

Chemische und physikalische Kenndaten

Vitec 7000 ist eine klare bis gelbliche Flüssigkeit. Der pH-Wert im Lieferzustand liegt laut Datenblatt bei 5,0 bis 7,0. Das spezifische Gewicht bei 25 °C beträgt 1,15 bis 1,25.

Diese Werte sind für Dosiertechnik, Lagerung und Arbeitssicherheit relevant. Dosierpumpe, Saugleitung, Druckleitung, Impfventil, Dichtungen und Vorratsbehälter müssen für das Produkt geeignet sein. Vor dem Einsatz ist das Sicherheitsdatenblatt zu beachten.

NSF-Zertifizierung und Einsatzbereiche

Vitec 7000 ist NSF-zertifiziert. Laut Datenblatt wird das Produkt sowohl in industriellen Anwendungen als auch im Trinkwasserbereich eingesetzt.

Die konkrete Verwendung muss dennoch zur Anlage, zur Wasserqualität und zu den rechtlichen Anforderungen passen. Rohwasseranalyse, Dosierung, Betriebsweise, Sicherheitsdatenblatt und Betreiberanforderungen sind vor dem Einsatz zu prüfen.

Gebinde und gewerbliche Abgabe

Auf der Shopseite wird Vitec 7000 als 20-kg-Kanister und als 230-kg-Fass angeboten. Der Kanister eignet sich für kleinere bis mittlere Verbrauchsmengen oder für Anwendungen, bei denen zunächst ein definierter Produkteinsatz geprüft werden soll. Das Fass ist für Anlagen mit höherem und regelmäßigem Antiscalantverbrauch sinnvoll.

Die Shopseite weist außerdem darauf hin, dass die Abgabe nur an gewerbliche Kunden erfolgt. Vitec 7000 ist gemäß CLP als Eye Irrit. 2 eingestuft und kann schwere Augenreizung verursachen. Beim Umgang sind geeignete Schutzmaßnahmen und die Vorgaben aus dem Sicherheitsdatenblatt zu beachten.

Grenzen der Anwendung

Vitec 7000 reduziert das Risiko anorganischer Ablagerungen, insbesondere sulfatbasierter Beläge. Es ersetzt jedoch keine geeignete Vorfiltration, keine Kontrolle von Biofouling, keine Enteisenung, keine Entmanganung und keine Behandlung organischer Belastungen.

Gerade bei Brackwasser oder sulfatreichem Abwasser müssen SDI, Trübung, Eisen, Mangan, organische Belastung, Öl, Biofilm, Temperatur und Reinigungskonzept separat bewertet werden. Antiscalant ist ein Baustein des Membranschutzes, aber keine vollständige Vorbehandlung.

Angaben für die Auslegung

Für die Auswahl und Dosierung von Vitec 7000 sind folgende Angaben hilfreich:

  • aktuelle Rohwasseranalyse
  • Wasserart: Brackwasser, Prozesswasser oder sulfatreiches Abwasser
  • Verfahren: Umkehrosmose oder Nanofiltration
  • Membrantyp und Membranhersteller
  • geplante Ausbeute der Anlage
  • Feed-, Permeat- und Retentatmenge
  • Calcium, Sulfat, Barium und Strontium
  • Carbonathärte, Alkalität und Leitfähigkeit
  • pH-Wert und Temperatur
  • Trübung, SDI und Partikelfracht
  • vorhandene Multimediafilter und Patronenfilter
  • vorhandene Flockungs- oder Koagulationsstufe
  • vorhandene Dosiertechnik und Dosierstelle
  • gewünschte Gebindeform: Kanister oder Fass
  • bisherige Probleme mit Calciumsulfat, Bariumsulfat, Strontiumsulfat, Druckanstieg oder Membranreinigung

Ohne Rohwasseranalyse und Anlagendaten lässt sich die Dosierung nicht belastbar festlegen. Bei sulfatreichen Wässern sollte zusätzlich geprüft werden, welche Ausbeute dauerhaft ohne Sulfat-Scaling betrieben werden kann.