Härtestabilisator und Dispergator für Membrananlagen

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VITEC 1200

Antiscalant VITEC 1200

Vitec 1200 ist ein Härtestabilisator und Dispergator für Membrananlagen. Das Produkt wird in Umkehrosmoseanlagen und Nanofiltrationsanlagen eingesetzt, wenn durch hohe Wasserhärte und/oder mineralische Trübstoffe anorganische Ablagerungen auf Membranoberflächen entstehen können.

Vitec 1200 ist ein phosphorfreies Antiscalant auf Basis niedermolekularer Polycarbonsäuren. Der Wirkstoff ist in der vom Umweltbundesamt geführten Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gemäß §11 TrinkwV 2001 enthalten. Passende Antiscalant-Dosiersysteme, allgemeine Dosiertechnik und Membranelemente sind ebenfalls erhältlich.

 



Antiscalant VITEC 1200<br>20 kg Kanister

Antiscalant VITEC 1200
20 kg Kanister

EUR 151,56 - EUR 179,98
Preis netto: EUR 151,24

EUR 1,50 pro Kilogramm

inkl. 19 % USt zzgl. Versandkosten

Vitec 1200 richtig einsetzen

VITEC 1200 Antiscalant für Membrananlagen

Phosphorfreier Härtestabilisator für Membrananlagen

Vitec 1200 wird eingesetzt, um anorganische Ablagerungen in Membrananlagen zu reduzieren. Bei der Umkehrosmose und Nanofiltration werden gelöste Inhaltsstoffe im Retentat aufkonzentriert. Dadurch steigt das Risiko, dass Härtebildner und andere mineralische Bestandteile ausfallen und sich auf den Membranen ablagern.

Das Produkt wirkt als Härtestabilisator und Dispergator. Es unterstützt die Stabilisierung mineralischer Bestandteile im Konzentratstrom und hilft, eingetragene Trübstoffe in Schwebe zu halten. Dadurch können Druckanstieg, sinkende Permeatleistung und kürzere Reinigungsintervalle reduziert werden.

Abgrenzung innerhalb der Vitec-Produkte

Vitec 1200 unterscheidet sich von Vitec 1135 und Vitec 1141 vor allem durch seine phosphorfreie Formulierung auf Basis niedermolekularer Polycarbonsäuren. Bei 1135 und 1141 stehen Phosphon- und Polycarbonsäurekombinationen im Vordergrund, während Vitec 1200 ohne Phosphor formuliert ist.

Dadurch ist Vitec 1200 besonders interessant, wenn ein phosphorfreier Härtestabilisator gefordert ist oder wenn die eingesetzten Aufbereitungsstoffe unter dem Gesichtspunkt Trinkwasseranwendung bzw. UBA-Liste bewertet werden müssen. Die Auswahl sollte trotzdem nicht pauschal erfolgen, sondern anhand von Rohwasseranalyse, Ausbeute, Membrantyp und Anlagenbetrieb.

Wirkstoff in der UBA-Liste

Der Wirkstoff von Vitec 1200 ist laut Datenblatt in der vom Umweltbundesamt geführten Liste der Aufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gemäß §11 TrinkwV 2001 enthalten. Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen allgemeinen Antiscalant-Beschreibungen, weil es die Einordnung des Wirkstoffs für entsprechende Wasseraufbereitungsanwendungen erleichtert.

Die konkrete Anwendung muss dennoch technisch und rechtlich passend bewertet werden. Produktdosierung, Einsatzstelle, Wasserqualität, Betreiberanforderungen und Sicherheitsdatenblatt bleiben für den Betrieb relevant.

Dosierung im Retentat

Die Dosierung von Vitec 1200 hängt von Ausbeute, Härte, Trübstoffgehalt, Rohwasserzusammensetzung und Anlagenbetrieb ab. Laut Datenblatt sollte die Produktkonzentration im Retentat zwischen 5 und 50 g/m³ liegen.

Diese Angabe bezieht sich auf das Retentat und darf nicht pauschal mit einer einfachen Dosiermenge pro Kubikmeter Rohwasser verwechselt werden. Entscheidend ist, wie stark die Inhaltsstoffe in der Membrananlage aufkonzentriert werden. Je höher die Ausbeute, desto höher ist die Belastung im Retentat.

Anwendung als Konzentrat oder verdünnte Lösung

Vitec 1200 kann als Konzentrat oder als beliebig mit Wasser verdünnte Lösung eingesetzt werden. Die Verdünnung kann sinnvoll sein, wenn die vorhandene Dosierpumpe bei kleinen Dosiermengen besser im passenden Arbeitsbereich betrieben werden soll.

Die Dosierung sollte an oder vor einer mischungsintensiven Stelle des Systems erfolgen. So wird das Produkt gleichmäßig im Feedwasser verteilt, bevor das Wasser in die Membranstufe gelangt. Eine unzureichende Vermischung kann zu örtlicher Unterdosierung und damit zu Ablagerungsrisiken führen.

Mengenabhängige Dosierung bei wechselnder Feedwassermenge

Bei stark schwankender Feedwassermenge sollte Vitec 1200 über eine automatische Dosieranlage dosiert werden, die mengenabhängig vom Feedstrom angesteuert wird. Dadurch wird die Antiscalantmenge an den tatsächlichen Wasserstrom angepasst.

Eine feste Dosierung ohne Bezug zum Feedstrom kann bei wechselnder Anlagenleistung zu Unterdosierung oder Überdosierung führen. Unterdosierung erhöht das Scaling-Risiko, während Überdosierung unnötige Chemikalienkosten verursacht und die Betriebsführung erschwert.

Chemische und physikalische Kenndaten

Vitec 1200 ist eine klare bis leicht trübe, farblose bis gelbliche Flüssigkeit. Der pH-Wert einer 1%igen Lösung liegt bei 4,5 ± 0,5. Das Produkt ist unbegrenzt wasserlöslich.

Der Gefrierpunkt wird mit -12 ± 2 °C angegeben. Das ist für Lagerung, Transport und Aufstellung der Dosierchemikalie relevant. Vitec 1200 ist nicht flüchtig und nicht brennbar.

Materialverträglichkeit der Dosiertechnik

Alle produktberührten Teile der Dosiereinrichtung müssen aus säurefestem Material bestehen. Laut Datenblatt sollten Kunststoffe wie PE oder PVC gegenüber metallischen Werkstoffen bevorzugt werden.

Das betrifft Dosierbehälter, Saugleitung, Druckleitung, Dosierpumpe, Impfventil, Dichtungen und Anschlüsse. Vor dem Einsatz oder bei Umstellung von einem anderen Produkt sollte geprüft werden, ob die vorhandene Dosiertechnik für Vitec 1200 geeignet ist.

Analytische Kontrolle

Der Vitec-1200-Gehalt kann laut Datenblatt über den Polycarbonsäuregehalt bestimmt werden. Als Analysenvorschrift wird A10 für polycarbonsäurehaltige Produkte genannt.

Für den Anlagenbetrieb ist neben einer möglichen analytischen Kontrolle vor allem die korrekte Einstellung der Dosierpumpe entscheidend. Diese muss zur Rohwasseranalyse, zur Ausbeute, zum Feedstrom und zur gewünschten Produktkonzentration im Retentat passen.

Gebinde und Anlagenbetrieb

Auf der Shopseite wird Vitec 1200 in Gebinden mit 120 kg, 240 kg und 480 kg angeboten. Diese Gebindegrößen sind vor allem für gewerbliche und industrielle Membrananlagen mit regelmäßigem Antiscalantverbrauch interessant.

Die passende Gebindegröße hängt von Anlagenleistung, Dosiermenge, Betriebszeit, Lagerbedingungen und vorhandener Dosiertechnik ab. Bei größeren Gebinden sollten Entnahme, Auffangmöglichkeit, Füllstandskontrolle und Arbeitssicherheit vor dem Einsatz geklärt werden.

Grenzen der Anwendung

Vitec 1200 schützt Membranen vor anorganischen Ablagerungen und unterstützt die Dispergierung mineralischer Trübstoffe. Es ersetzt jedoch keine mechanische Vorfiltration und keine Vorbehandlung gegen Eisen, Mangan, Öl, Biofilm, organische Belastung oder mikrobiologische Probleme.

Wenn Rohwasser stark schwankt oder neben Härte auch weitere Belastungen enthält, muss die gesamte Vorbehandlung geprüft werden. Antiscalant ist ein Membranschutz gegen Scaling, aber kein Ersatz für eine vollständige Wasseraufbereitung vor der Membran.

Angaben für die Auslegung

Für die Auswahl und Dosierung von Vitec 1200 sind folgende Angaben hilfreich:

  • aktuelle Rohwasseranalyse
  • Härte, Carbonathärte und Leitfähigkeit
  • pH-Wert und Temperatur
  • Trübstoffgehalt und mineralische Partikelfracht
  • geplante Ausbeute der Membrananlage
  • Feed-, Permeat- und Retentatmenge
  • Membrantyp und Membranhersteller
  • Verfahren: Umkehrosmose oder Nanofiltration
  • vorhandene Vorfiltration
  • vorhandene Dosiertechnik
  • Dosierstelle und Mischstrecke
  • gewünschte Gebindegröße
  • Betriebszeiten und schwankende Feedwassermengen
  • bisherige Probleme mit Scaling, Druckanstieg oder Membranverblockung

Ohne Wasseranalyse und Anlagendaten lässt sich die Dosierung nicht belastbar festlegen. Besonders bei wechselnder Feedwassermenge sollte die Dosierung über den Rohwasserstrom mengenabhängig gesteuert werden.