Akdolit Magno Dol CM1
Körnung 0,5 - 2,5 mm
25 kg Sack

Neutralisationsmaterial

Art.Nr.: MD-FM-05

« Zurück zur Kategorie

EUR 63,81 - EUR 72,05
Preis netto: EUR 60,55

inkl. 19 % USt

Mengenrabatt

Anzahl Einzelpreis pro Kilogramm
1-9 EUR 72,05 EUR 2,88
10-19 -4 % EUR 69,48 EUR 2,78
>= 20 -11 % EUR 63,81 EUR 2,55
  • Lieferzeit ca. 1-2 Wochen
  • Gewicht 27 kg


Zahlungsweisen

PayPal Vorkasse Kreditkarten Lastschrift Sofortüberweisung

Bewertung: 0.0 von 5

Produktbeschreibung

Akdolit Magno-Dol CM1 zur Entsäuerung und Neutralisation
Körnung 0,5 - 2,5 mm

Akdolit Magno-Dol CM1 ist ein halbgebranntes dolomitisches Filtermaterial zur Entsäuerung, pH-Wert-Anhebung und Neutralisation von saurem Wasser. Die Körnung 0,5–2,5 mm eignet sich für Entsäuerungsfilter, Neutralisationsfilter und Aufhärtungsstufen, wenn saure Kohlensäure reduziert und korrosives Wasser stabilisiert werden soll.

Das Material reagiert im Filterbett mit dem durchströmenden Wasser. Dabei steigen pH-Wert, Calcium-, Magnesium- und Hydrogenkarbonat-Konzentration. Dadurch kann aggressives Wasser in Richtung Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht gebracht und die Korrosionsneigung in Rohrleitungen reduziert werden.

Einsatzbereich von Akdolit Magno-Dol CM1

Akdolit Magno-Dol CM1 wird eingesetzt, wenn Wasser nicht nur filtriert, sondern chemisch stabilisiert werden soll. Der Schwerpunkt liegt auf Entsäuerung, Neutralisation und Aufhärtung. Das Material ist daher nicht mit Quarzkies, Aktivkohle oder Enteisenungsmedien zu verwechseln.

Typische Anwendungen:

Die konkrete Eignung hängt von pH-Wert, freier Kohlensäure, Säurekapazität, Calcium, Magnesium, Wasserhärte, Durchfluss, Kontaktzeit, Filtergeschwindigkeit und gewünschter Zielqualität ab.

Unterschied zwischen CM1 und CM2

Akdolit Magno-Dol CM2 ist die gröbere Variante mit Körnung 2,0–4,5 mm. Akdolit Magno-Dol CM1 hat die feinere Körnung 0,5–2,5 mm.

Die Körnung beeinflusst Kontaktfläche, hydraulischen Widerstand, Rückspülverhalten und Einsatzbereich. Die feinere Körnung CM1 bietet mehr Oberfläche und kann bei kompakteren Filtern oder Anwendungen mit höherer Reaktionsanforderung vorteilhaft sein. Gleichzeitig muss geprüft werden, ob Rückspülleistung, Schichthöhe und Filterhydraulik zur feineren Körnung passen.

CM2 ist hydraulisch durchlässiger und kann bei größeren Filtern oder anderen Filteraufbauten sinnvoll sein. Die Auswahl zwischen CM1 und CM2 sollte daher nicht pauschal erfolgen, sondern anhand von Filtertyp, Durchfluss, Schichthöhe, Rückspülung und Wasseranalyse.

Abgrenzung zu Calcite und Semidol

Calcite Calciumcarbonat besteht überwiegend aus Calciumcarbonat. Akdolit Magno-Dol CM1 basiert dagegen auf halbgebranntem dolomitischem Material und bringt neben Calcium auch Magnesium in das Wasser ein. Dadurch unterscheidet sich die Wasserchemie nach der Entsäuerung.

Semidol K1 und Semidol K2 sind ebenfalls dolomitische Entsäuerungs- und Neutralisationsmaterialien. Die Auswahl zwischen Akdolit, Semidol und Calcite hängt nicht nur vom gewünschten pH-Wert ab, sondern auch von Reaktivität, Körnung, Verbrauch, Kontaktzeit, Zielhärte und Anlagenhydraulik.

Wichtige Auswahlpunkte:

Ein Materialwechsel in einer vorhandenen Anlage sollte nur erfolgen, wenn Körnung, Schüttdichte, Rückspülverhalten und Zielwasserqualität zur Anlage passen.

Abgrenzung zu anderen Filtermedien

Akdolit Magno-Dol CM1 ist ein Entsäuerungs-, Neutralisations- und Aufhärtungsmaterial. Es ist kein reines mechanisches Filtermaterial, kein Adsorptionsmedium und kein spezielles Enteisenungsmedium.

Bei Partikeln, Trübung oder Stützschichten ist je nach Filteraufbau ein gewaschener Quarzkies wie Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm zu prüfen. Diese Körnung wird vor allem als Stützschicht eingesetzt und ist nicht mit einem Entsäuerungsmaterial zu verwechseln.

Bei organischen Stoffen, Geruch, Geschmack, Chlor oder Ozon ist Aktivkohle FA 100 ein Adsorptionsmedium. Aktivkohle hebt keinen pH-Wert an und ist keine Entsäuerungsstufe.

Bei Eisen, Mangan oder Schwefelwasserstoff ist Greensand Plus ein spezielles Filtermedium für entsprechende Greensand-Anlagen. Bei Greensand-Anlagen ist die vollautomatische kapazitätsgesteuerte Regeneration zu berücksichtigen.

BIRM Filtermaterial kann zur Reduzierung von Eisen und Mangan eingesetzt werden, benötigt aber passende Wasserbedingungen. Besonders wichtig sind ausreichender Sauerstoffanteil, geeigneter pH-Wert und passende Rohwasserqualität. Ohne ausreichende Oxidation ist die Wirkung nicht sicher vorhersagbar.

Einsatz in Entsäuerungsanlagen

Akdolit Magno-Dol CM1 wird in Entsäuerungsanlagen als Verbrauchsmaterial eingesetzt. Das Wasser durchströmt das Filterbett und reagiert mit dem Material. Dabei werden aggressive Kohlensäure reduziert, der pH-Wert angehoben und Calcium- sowie Magnesiumhärte in das Wasser eingebracht.

Die Filteranlage muss zur gewünschten Wassermenge, Kontaktzeit, Schichthöhe und Rückspülung passen. Wird das Material zu schnell durchströmt, kann die Entsäuerung unzureichend sein. Ist die Anlage zu klein, verkürzt sich das Nachfüllintervall.

Bei Brunnenwasser mit niedrigem pH-Wert und nachgeschalteten Filteranlagen sollte die Entsäuerung ausreichend groß ausgelegt werden, weil sie auch das Rückspülwasser nachgeschalteter Anlagen behandeln muss.

Technische Daten

Merkmal Wert
Produkt Akdolit Magno-Dol CM1
Artikelnummer MD-FM-05
Produkttyp Neutralisations- und Entsäuerungsmaterial
Materialbasis halbgebranntes dolomitisches Filtermaterial
Körnung 0,5–2,5 mm
Verpackungseinheit 25 kg Sack
Gewicht 27 kg
Schüttdichte 1,05–1,15 t/m³
Filtergeschwindigkeit offene Filter / Neutralisationsanlagen bis 15 m/h
Filtergeschwindigkeit geschlossene Filter / Neutralisationsanlagen bis 30 m/h
Schichthöhe offene Filter / Neutralisationsanlagen 1.000–2.000 mm
Schichthöhe geschlossene Filter / Neutralisationsanlagen 1.500–3.000 mm
Verbrauch pro g CO₂ ca. 1,3 g
Verbrauch pro mol Kb 8,2 ca. 57,0 g
Normhinweis DIN EN 1017 Typ A
Weiterer Hinweis DIN 2000
Lieferzeit ca. 1–2 Wochen
Datenblatt Datenblatt-Akdolit-Magno-Dol-CM.pdf
Beschreibung Beschreibung-Akdolit-Magno-Dol-CM.pdf
Zertifikat KIWA-Zertifikat-Akdolit-Magno-Dol.pdf
Sicherheitsdatenblatt SDB-Sicherheitsdatenblatt-Akdolit-Magno-Dol.pdf

Betriebsbedingungen und Auslegung

Akdolit Magno-Dol CM1 benötigt ausreichende Kontaktzeit mit dem Wasser. Die Reaktion findet im Filterbett statt und hängt von Kohlensäuregehalt, pH-Wert, Wassermenge, Schichthöhe und Filtergeschwindigkeit ab.

Wichtige Auslegungspunkte:

Ohne Wasseranalyse lässt sich nicht sicher beurteilen, ob Akdolit Magno-Dol CM1 ausreichend ist oder ob ein anderes Entsäuerungsmaterial bzw. eine andere Verfahrenskombination erforderlich wird.

Rückspülung und Schichtaufbau

Eine regelmäßige Rückspülung ist erforderlich, um das Filterbett durchlässig zu halten und Ablagerungen auszutragen. Die Rückspülung lockert das Bett, reduziert Kanalbildung und unterstützt eine gleichmäßige Durchströmung.

Beim Filteraufbau ist zu prüfen, ob eine Stützschicht erforderlich ist. Dafür kann je nach Anlage ein geeigneter Quarzkies wie Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm eingesetzt werden.

Nach dem Befüllen muss die Anlage gründlich gespült werden. Dabei sind Rückspülleistung, Austragssicherheit, Filterbettaufbau und Klarspülung zu prüfen.

Verbrauch und Nachfüllung

Akdolit Magno-Dol CM1 wird im Betrieb verbraucht. Die Produktseite nennt einen Verbrauch von ca. 1,3 g pro g CO₂. Der tatsächliche Verbrauch hängt von freier Kohlensäure, pH-Wert, Wassermenge, Kontaktzeit und Zielqualität ab.

Die Füllhöhe muss regelmäßig kontrolliert werden. Sinkt die Materialhöhe zu stark, nimmt die Kontaktzeit ab und der gewünschte pH-Wert wird möglicherweise nicht mehr erreicht.

Beim Nachfüllen sind Tankgröße, vorhandene Restfüllung, Schichthöhe, Stützschicht und Rückspülverhalten zu prüfen. Zusätzlich sollte die Wasserqualität vor und nach der Entsäuerung kontrolliert werden.

Wirkung auf Wasserhärte und Korrosion

Durch die Reaktion im Filterbett steigen Calcium-, Magnesium- und Hydrogenkarbonat-Konzentration. Dadurch wird das Wasser aufgehärtet und die korrosive Wirkung saurer Wässer kann reduziert werden.

Diese Aufhärtung ist bei korrosivem Brunnenwasser häufig gewünscht. Bei Anwendungen, die eine niedrige Härte erfordern, muss jedoch geprüft werden, ob nach der Entsäuerung eine Enthärtungsanlage erforderlich ist.

Akdolit Magno-Dol CM1 sollte daher nicht nur nach dem pH-Wert ausgewählt werden. Die nach der Entsäuerung entstehende Wasserhärte muss zur Anwendung und zu nachgeschalteten Anlagen passen.

Anwendung nach Umkehrosmoseanlagen

Akdolit Magno-Dol CM1 kann zur Aufhärtung von Permeat nach Umkehrosmoseanlagen eingesetzt werden, wenn eine definierte pH-Wert-Anhebung und Mineralisierung gewünscht ist.

Permeat hat nur eine geringe Pufferkapazität und reagiert empfindlich auf CO₂-Eintrag, Belüftung und Aufhärtungsmaterialien. Deshalb müssen Ziel-pH-Wert, Zielhärte, Kontaktzeit und Anlagenbetrieb sauber festgelegt werden.

Für technische Anwendungen kann je nach Zielqualität auch ein anderes Aufhärtungs- oder Dosierkonzept sinnvoll sein.

Anwendung bei saurem Abwasser

Akdolit Magno-Dol CM1 kann zur Neutralisation von saurem Abwasser eingesetzt werden, wenn Säurefracht, Durchflussmenge und geforderte Zielqualität zum Material passen.

Bei stark schwankenden pH-Werten, hohen Säurefrachten oder Dokumentationspflichten kann eine geregelte Neutralisationsanlage erforderlich sein. Akdolit Magno-Dol CM1 ersetzt keine automatisch geregelte pH-Dosierung, wenn exakte Einleitwerte dauerhaft dokumentiert und eingehalten werden müssen.

Handhabung und Lagerung

Akdolit Magno-Dol CM1 sollte trocken gelagert und vor Verunreinigung geschützt werden. Beim Umgang mit Filtermaterialien sind Staubentwicklung, saubere Arbeitsweise und geeignete persönliche Schutzausrüstung zu beachten.

Wichtige Hinweise:

Das Material ist ein Verbrauchsmaterial. Füllstand und Wasserqualität sollten regelmäßig geprüft werden.

Grenzen von Akdolit Magno-Dol CM1

Akdolit Magno-Dol CM1 ist nicht für jede pH-Korrektur geeignet. Bei sehr stark saurem Wasser, hoher Säurefracht oder stark schwankenden pH-Werten kann die Kontaktzeit oder Reaktionsleistung nicht ausreichen.

Akdolit Magno-Dol CM1 entfernt keine Keime, kein Nitrat, kein Ammonium und keine organischen Stoffe. Für diese Belastungen müssen andere Verfahren geprüft werden.

Bei Eisen und Mangan ist zu beachten, dass Akdolit Magno-Dol CM1 keine gezielte Enteisenungs- oder Entmanganungsstufe ersetzt. Es kann durch pH-Wert-Anhebung die Bedingungen für nachgeschaltete Verfahren verbessern, muss aber anhand der Wasseranalyse eingeordnet werden.

Angaben für die technische Prüfung

Für die Auswahl und Auslegung von Akdolit Magno-Dol CM1 sind folgende Angaben hilfreich:

Ohne diese Angaben lässt sich nicht sicher beurteilen, ob Akdolit Magno-Dol CM1 das passende Entsäuerungsmaterial ist oder ob ein anderes Verfahren erforderlich wird.

WHG<br />Fachbetrieb WHG
Fachbetrieb