Leihanlage Mischbettanlage
46 m³ bei 600 µS/cm RW

Art.Nr.: LA-MB750WTI

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Datenblätter

Produktbeschreibung

Mobile Mischbettanlagen zur VE-Wasser-Herstellung
Inkl. Versand für Anlieferung und Abtransport

Mobile Mischbettanlagen werden eingesetzt, wenn kurzfristig vollentsalztes Wasser mit sehr niedriger Leitfähigkeit benötigt wird. Die Anlagen sind als Leihanlagen ausgeführt und werden für zeitlich begrenzte Einsätze bereitgestellt. Typische Anwendungen sind Prozesswasser, Spülwasser, Kesselspeisewasser-Vorbehandlung, technische Befüllungen, Übergangsbetrieb, Wartung, Umbau oder Notversorgung.

Die Mischbettpatronen sind mit regeneriertem Mischbettharz befüllt und in Reihe geschaltet. Dadurch wird das Rohwasser über mehrere Harzbetten geführt und zu vollentsalztem Wasser aufbereitet. Die erzeugte Wasserqualität liegt je nach Rohwasser und Betriebszustand bei ca. < 1 µS/cm.

Inkl. Anlieferung und Abtransport

Der Anschluss der Anlage erfolgt bauseits.

Varianten nach Kapazität

Die Auswahl richtet sich nach benötigter Wassermenge, Rohwasserleitfähigkeit und gewünschter Ausgangsleitfähigkeit. Je höher die Leitfähigkeit des Rohwassers ist, desto schneller ist das Mischbettharz erschöpft.

Variante Kapazität bei 600 µS/cm Rohwasser Kapazität bei 300 µS/cm Rohwasser Harzfüllung Aufbau
Leihanlage Mischbettanlage 15 m³ ca. 15.000 l ca. 31.000 l 250 l Mischbettharz 2 GFK-Drucktanks
Leihanlage Mischbettanlage 31 m³ ca. 31.000 l ca. 62.000 l 500 l Mischbettharz 4 GFK-Drucktanks
Leihanlage Mischbettanlage 46 m³ ca. 46.000 l ca. 92.000 l 750 l Mischbettharz 6-GFK-Drucktanks

Die Kapazitäten sind Richtwerte bei der genannten Rohwasserleitfähigkeit. Bei höherer Leitfähigkeit sinkt die verfügbare Wassermenge, bei niedrigerer Leitfähigkeit steigt sie.

Einsatzbereich

Die mobilen Mischbettanlagen sind sinnvoll, wenn vollentsalztes Wasser temporär benötigt wird und keine eigene Vollentsalzungsanlage vorhanden ist. Im Vergleich zu kleinen Vollentsalzungspatronen steht deutlich mehr Harzkapazität zur Verfügung.

Typische Anwendungen:

  • temporäre VE-Wasser-Erzeugung
  • Kesselspeisewasser-Vorbehandlung
  • Prozesswasser mit niedriger Leitfähigkeit
  • Spülprozesse und Endspülungen
  • technische Befüllungen
  • Überbrückung bei Ausfall einer Bestandsanlage
  • Wartung oder Umbau vorhandener Wasseraufbereitung
  • Testbetrieb vor stationärer Anlage
  • Baustellen und temporäre technische Standorte
  • Versorgung nach einer mobilen Umkehrosmoseanlage als Polisherstufe

Die passende Variante richtet sich nach Wassermenge, Rohwasseranalyse, gewünschter Leitfähigkeit, Einsatzdauer, Aufstellort und vorhandenen Anschlüssen.

Funktionsweise der Mischbettanlage

Im Rohwasser gelöste Salze liegen als Kationen und Anionen vor. Diese Ionen verursachen den größten Teil der Leitfähigkeit. Das Mischbettharz nimmt Kationen und Anionen auf und tauscht sie gegen H+ und OH- Ionen aus. Dadurch entsteht vollentsalztes Wasser mit sehr niedriger Leitfähigkeit.

Die Patronen sind in Reihe geschaltet. Dadurch wird die Harzkapazität besser genutzt und die Ausgangsleitfähigkeit stabiler gehalten. Wenn das Harz erschöpft ist, steigt die Leitfähigkeit am Ausgang an. Deshalb ist eine Leitfähigkeitskontrolle während des Betriebs notwendig.

Abgrenzung zu Heizungsbefüllstationen

Diese Mischbettanlagen sind allgemeine Leihanlagen zur VE-Wasser-Herstellung. Sie sind nicht identisch mit den mobilen Heizungsbefüllstationen mit Mischbettharz pH+. Bei Heizungsbefüllungen nach VDI 2035 ist häufig ein pH+-Harz sinnvoll, weil neben der niedrigen Leitfähigkeit auch der pH-Wert des Füllwassers relevant ist.

Für reine VE-Wasser-Erzeugung, Prozesswasser oder technische Anwendungen steht bei diesen Mischbettanlagen die Leitfähigkeitsreduzierung im Vordergrund. Wenn Heizungswasser nach VDI 2035 befüllt werden soll, sollten die mobilen Heizungsbefüllstationen separat geprüft werden.

Abgrenzung zu Umkehrosmose-Mietanlagen

Eine mobile Umkehrosmoseanlage reduziert die Salzfracht über Membrantechnik. Sie erzeugt salzarmes Wasser, aber nicht automatisch die sehr niedrige Leitfähigkeit einer Mischbettanlage.

Die Mischbettanlage erzeugt vollentsalztes Wasser mit sehr niedriger Leitfähigkeit, hat aber eine begrenzte Harzkapazität. Bei größeren Wassermengen oder hoher Rohwasserleitfähigkeit kann eine vorgeschaltete Umkehrosmoseanlage wirtschaftlich sinnvoll sein. Die Umkehrosmose reduziert die Salzfracht und entlastet dadurch das Mischbettharz.

Für hohe Mengen können mobile Umkehrosmoseanlage und Mischbettanlage kombiniert werden. Die Umkehrosmose übernimmt dann die Hauptentsalzung, die Mischbettanlage dient als Polisherstufe.

Aufbau der Leihanlagen

Die Anlagen bestehen aus mehreren befüllten GFK-Drucktanks mit Innenbehälter aus PE. Die Drucktanks sind in einer Euro-Gitterbox montiert und intern verschlaucht. Dadurch kann die Anlage als mobile Einheit angeliefert und vor Ort angeschlossen werden.

Typische Bestandteile:

  • befüllte GFK-Drucktanks mit PE-Innenbehälter
  • Verteilerköpfe mit Entlüftungsfunktion
  • regeneriertes Mischbettharz
  • Gitterbox zur Aufnahme der Patronen
  • Befestigungssystem für den Transport
  • komplette interne Verschlauchung
  • analoges Leitfähigkeitsmessgerät am Ausgang
  • Anschlüsse für Rohwasser und VE-Wasser

Die Anlage wird mit LKW und Hebebühne angeliefert. Vor Ort kann sie mit einem normalen Hubwagen bewegt werden, sofern Boden, Zugang und Stellfläche dafür geeignet sind.

Technische Daten 

Merkmal Wert
Variante Leihanlage Mischbettanlage 46 m³ bei 600 µS/cm Rohwasser
Artikelnummer LA-MB750WTI
Harzfüllung 750 l betriebsbereites Mischbett
Aufbau 6 befüllte GFK-Drucktanks
Kapazität bei 300 µS/cm ca. 92.000 l
Kapazität bei 600 µS/cm ca. 46.000 l
Max. Durchflussleistung 1.200 l/h bei 4 bar
Max. Betriebsdruck 8 bar
Temperaturbereich +5 °C bis +35 °C
Wasserqualität ca. < 1 µS/cm
Gewicht ca. 900 kg
Leihdauer maximal 3 Wochen zum Festpreis
Lieferzeit ca. 1–2 Wochen

Auswahl der passenden Mischbettanlage

Die 15-m³-Variante ist sinnvoll, wenn eine überschaubare Menge VE-Wasser benötigt wird und die Rohwasserleitfähigkeit zur Kapazität passt. Sie ist kompakter und leichter als die größeren Varianten.

Die 31-m³-Variante eignet sich für mittlere Füllmengen, längere Einsätze oder Anwendungen mit höherem Sicherheitsbedarf. Durch die größere Harzfüllung steht mehr Kapazität zur Verfügung.

Die 46-m³-Variante ist für hohe Wassermengen vorgesehen. Sie sollte geprüft werden, wenn die kleineren Varianten die benötigte Wassermenge nicht sicher erreichen oder wenn eine größere Reserve gewünscht ist.

Entscheidend ist nicht nur die maximale Kapazität. Auch Durchfluss, Leitfähigkeit, Einsatzdauer, Aufstellbedingungen und gewünschte Ausgangsleitfähigkeit müssen zur Anwendung passen.

Anschluss und Aufstellung

Die Leihanlage benötigt einen Rohwasseranschluss, einen Anschluss zur Verbrauchsstelle und eine geeignete Aufstellfläche. Der Anschluss erfolgt bauseits. Die Anlage sollte frostfrei und zugänglich aufgestellt werden.

Vor Ort zu prüfen:

  • Stadtwasser- oder geeigneter Rohwasseranschluss vorhanden
  • Anschlussmöglichkeit zum Verbraucher vorhanden
  • ausreichender Wasserdruck
  • geeignete Aufstellfläche
  • Zugang für LKW-Anlieferung mit Hebebühne
  • Bewegungsmöglichkeit mit Hubwagen
  • frostfreie Umgebung
  • Beobachtung der Leitfähigkeitsmessung möglich
  • Entleerung und Trennung nach Mietende vorbereitet

Die Gitterbox hat eine Grundfläche von ca. 1.200 × 800 mm und eine Höhe von ca. 1.800 mm. Für Transport, Aufstellung und Bedienung sollte ausreichend Platz eingeplant werden.

Betrieb und Leitfähigkeitskontrolle

Während des Betriebs muss die Leitfähigkeit am Ausgang kontrolliert werden. Steigt die Leitfähigkeit an, ist das Mischbettharz erschöpft oder die gewünschte Wasserqualität wird nicht mehr sicher erreicht.

Wichtige Kontrollpunkte:

  • Leitfähigkeit am Ausgang
  • Durchfluss
  • Füllmenge
  • Wasserdruck
  • Dichtheit der Anschlüsse
  • Betriebszeit
  • Rohwasserqualität
  • Zustand der Schläuche und Kupplungen

Die Anlage sollte nicht unbeaufsichtigt betrieben werden, wenn die Wasserqualität für den Prozess kritisch ist. Bei empfindlichen Anwendungen ist eine regelmäßige Dokumentation der Leitfähigkeit sinnvoll.

Mischbettharz und Zubehör

Die Leihanlagen sind mit Mischbettharz befüllt. Für eigene Patronen, Ersatzfüllungen oder stationäre Anwendungen kann ION-TEC-PLUS A6K4 Mischbettharz eingesetzt werden, wenn Harztyp und Anwendung passen.

Für kleinere Anwendungen oder eigene Systeme können außerdem Mischbettharze und Ionenaustauscherharze, Vollentsalzungspatronen, GFK-Drucktanks und ein Einfülltrichter für Filtermaterial und Harz relevant sein.

Zur Kontrolle der Wasserqualität kann ein analoges Leitfähigkeitsmessgerät oder ein geeignetes Messgerät aus der Kategorie Wasseranalyse und Messbestecke sinnvoll sein.

Unterschied zu kleinen Vollentsalzungspatronen

Kleine Vollentsalzungspatronen sind für Serviceeinsätze, Laborbedarf, kleinere Füllmengen oder gelegentliche VE-Wasser-Erzeugung geeignet. Bei größeren Mengen wird die Kapazität einzelner Patronen schnell überschritten.

Die mobilen Mischbettanlagen enthalten deutlich größere Harzfüllungen und sind als transportfähige Einheit ausgeführt. Dadurch eignen sie sich für größere Wassermengen, zeitlich begrenzte Projekte und Einsätze, bei denen eine eigene stationäre Anlage nicht vorhanden ist.

Wenn regelmäßig große Mengen VE-Wasser benötigt werden, sollte geprüft werden, ob eine stationäre Vollentsalzungsanlage oder eine Kombination aus Umkehrosmose und Mischbett wirtschaftlicher ist.

Grenzen der mobilen Mischbettanlagen

Die Leihanlagen sind für Stadtwasser oder geeignetes Rohwasser ausgelegt. Bei Brunnenwasser, Prozesswasser oder unbekannter Wasserqualität muss vorab geprüft werden, ob die Anlage direkt eingesetzt werden kann.

Nicht geeignet oder nur nach zusätzlicher Prüfung geeignet ist der Einsatz bei:

  • fehlender Rohwasseranalyse
  • stark verschmutztem Rohwasser
  • ungeeigneter Rohwasserqualität
  • fehlendem Rohwasseranschluss
  • ungeeignetem Aufstellort
  • Frostgefahr
  • fehlender Bewegungsmöglichkeit für die Gitterbox
  • Füllmenge oberhalb der verfügbaren Harzkapazität
  • Anforderungen an sterile oder pharmazeutische Wasserqualität

Wenn die benötigte Wassermenge größer ist als die Kapazität der gewählten Station, muss eine größere Variante, eine vorgeschaltete Umkehrosmoseanlage oder ein anderes Anlagenkonzept geprüft werden.

Angaben für die Anfrage

Für die Auswahl der passenden Mischbettanlage sind folgende Angaben hilfreich:

  • Einsatzort
  • gewünschter Mietzeitraum
  • Anwendung oder Prozess
  • benötigte VE-Wassermenge
  • gewünschter Durchfluss
  • gewünschte Leitfähigkeit
  • Rohwasseranalyse
  • vorhandener Rohwasseranschluss
  • vorhandene Anschlussmöglichkeit zum Verbraucher
  • Aufstellbedingungen
  • Zugang für LKW mit Hebebühne
  • Bewegungsmöglichkeit mit Hubwagen
  • gewünschter Liefertermin
  • Anforderungen an Dokumentation oder Leitfähigkeitskontrolle

Je vollständiger diese Angaben vorliegen, desto sicherer lässt sich beurteilen, ob die 15-m³-, 31-m³- oder 46-m³-Variante passend ist oder ob eine Kombination mit Umkehrosmose, Tank oder Druckerhöhung erforderlich wird.

Angaben zum Hersteller

SCHALLER Wassertechnische Industrieanlagen GmbH
Petersbergstr. 4
74909 Meckesheim

Telefon: 0 62 26 / 92 36 - 10
Fax: 0 62 26 / 92 36 - 36

Internet:

EAN: LA-MB750WTI

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