Anionenaustauscher zur Wasseraufbereitung
Anionenaustauscher zur Wasseraufbereitung
Anionenaustauscher werden in der Wasseraufbereitung immer dann eingesetzt, wenn gelöste Anionen wie Chlorid, Sulfat, Nitrat, Carbonat oder Silikat gezielt reduziert oder nahezu vollständig entfernt werden sollen. Sie sind ein wesentlicher Baustein in Teil- und Vollentsalzungsanlagen für Industrie, Gewerbe und technische Anwendungen und kommen sowohl im Frischwasserbereich als auch in Kreisläufen zum Einsatz.
In dieser Kategorie finden Sie Anionenaustauscherharze für die Erzeugung von VE-Wasser, für die Entkarbonisierung, die Nitratreduktion und als Bestandteil von mehrstufigen Aufbereitungssystemen.
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Funktionsprinzip von Anionenaustauschern
Anionenaustauscherharze bestehen aus einem organischen Harzgerüst mit positiv geladenen funktionellen Gruppen. Diese Gruppen binden negativ geladene Ionen (Anionen) aus dem Wasser und tauschen sie gegen andere Anionen, zum Beispiel Hydroxid oder Chlorid, aus.
Wichtige Merkmale:
- Zielgerichtete Entfernung gelöster Anionen
- Einsatz in Teilentsalzung, Vollentsalzung und Spezialanwendungen
- Betrieb als Einweg- oder regenerierbares Harz
- Gute Kombinierbarkeit mit Kationenaustauschern, Mischbett und Umkehrosmose
Je nach Harztyp werden unterschiedliche Anionen bevorzugt gebunden. Damit lässt sich die Wasserchemie gezielt beeinflussen und auf die jeweilige Anwendung abstimmen.
Harztypen: stark basisch und schwach basisch
Grundsätzlich wird zwischen stark basischen und schwach basischen Anionenaustauschern unterschieden:
Stark basische Anionenaustauscher
- Entfernen ein breites Spektrum an Anionen (z. B. Chlorid, Sulfat, Nitrat, Silikat)
- Werden häufig in Vollentsalzungsanlagen in Kombination mit Kationenaustauschern eingesetzt
- Erreichen sehr niedrige Restleitfähigkeiten bei richtiger Auslegung
Schwach basische Anionenaustauscher
- Eignen sich insbesondere zur Entfernung von Säuren und zur Entkarbonisierung
- Werden häufig zur Teilentsalzung oder als Stufe vor/nach anderen Harzen eingesetzt
- Können wirtschaftliche Vorteile bieten, wenn keine vollständige Vollentsalzung erforderlich ist
Die Auswahl des passenden Harztyps hängt immer von der Rohwasserqualität, dem Zielwasser und dem Anlagendesign ab.
Anwendungsbereiche in der Wasseraufbereitung
Anionenaustauscher kommen in zahlreichen industriellen und gewerblichen Anwendungen zum Einsatz. Typische Einsatzfelder sind:
- Vollentsalzung in Kombination mit Kationenaustauschern
- Polisherstufe nach Umkehrosmose oder anderen Membranverfahren
- Teilentsalzung und Entkarbonisierung (Senkung der Säurekapazität, Karbonathärte)
- Aufbereitung von Kesselspeisewasser und Kondensaten
- Prozesswasser für Chemie, Pharmazie, Elektronik, Lebensmittel- und Getränkeindustrie
- Nitrat- oder Sulfatreduktion in speziellen Anwendungen
Durch die gezielte Entfernung störender Anionen lassen sich Korrosion, Belagsbildung und Funktionsstörungen in nachgeschalteten Anlagen deutlich reduzieren.
Anionenaustauscher in Heizungs- und Kreislaufsystemen
In geschlossenen Kreisläufen, beispielsweise bei Kesselspeisewasser oder Prozesskreisläufen, werden Anionenaustauscher zur Feinabstimmung der Wasserchemie eingesetzt. In Kombination mit Kationenaustauschern oder Mischbettharzen können Leitfähigkeit, pH-Wert und Salzgehalt so eingestellt werden, dass Korrosion und Ablagerungen minimiert werden.
Typische Ziele:
- Reduzierung aggressiver Anionen wie Chlorid und Sulfat
- Begrenzung der Gesamtsalzgehalte
- Schutz von Wärmetauschern, Kesseln, Ventilen und Rohrleitungen
Je nach System kann das Anionenaustauscherharz stationär in einer Anlage oder als Harzfüllung in Patronensystemen betrieben werden.
Vorteile von Anionenaustauschern
Der Einsatz von Anionenaustauschern bietet eine Reihe technischer und wirtschaftlicher Vorteile:
- Zielgerichtete Entfernung von Anionen und gezielte Beeinflussung der Wasserchemie
- Hohe Abreicherung in Kombination mit Kationenaustauschern oder Mischbett
- Kompakte Anlagentechnik ohne hohen Energiebedarf im Ionenaustauschprozess
- Gute Automatisierbarkeit von Regeneration und Betrieb
- Flexible Anpassung an unterschiedliche Rohwässer und Anforderungen durch Auswahl des passenden Harztyps
In vielen Fällen ist der Anionenaustauscher ein entscheidender Baustein, um Qualitätsvorgaben, interne Werksstandards oder normative Anforderungen sicher einzuhalten.
Auswahlkriterien für das passende Anionenaustauscherharz
Für die richtige Harzauswahl sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:
- Analyse der Rohwasserqualität (Anionenspektrum, Leitfähigkeit, pH-Wert)
- Gewünschte Zielwerte für Leitfähigkeit, Restanionen und pH
- Anlagentyp: Einzelsäule, Vollentsalzungsanlage, Mischbett, Polierstufe
- Betriebsweise (kontinuierlich, diskontinuierlich, Patronen- oder stationäres System)
- Regenerationskonzept: Art und Konzentration der Regenerationschemikalien, Abwasserführung
- Temperatur, Druck und hydraulische Belastung
Auf dieser Basis wird der geeignete Harztyp (stark oder schwach basisch, gel oder makroporös, Standard- oder Spezialharz) ausgewählt und die Behältergröße beziehungsweise Patronenkapazität dimensioniert.
Anionenaustauscher im Systemverbund
In der Praxis werden Anionenaustauscher selten als alleinige Stufe betrieben, sondern in Kombination mit weiteren Verfahren:
- Vorfiltration (Partikel, Eisen, Mangan)
- Kationenaustauscher zur Entfernung der Härte und Kationen
- Vollentsalzung mit Kation/Ani-Kombination oder Mischbett
- Membranverfahren wie Umkehrosmose oder Nanofiltration
- Aktivkohle- oder Adsorberstufen bei organischen Belastungen
Durch die abgestimmte Kombination lassen sich stabile Wasserqualitäten, wirtschaftliche Standzeiten und ein sicherer Anlagenbetrieb erreichen.
WHGFachbetrieb




