PFAS Entfernung Wasserfilter
für max. 3.200 l/h

Typ PFAS75

Art.Nr.: PFAS75

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Produktbeschreibung

PFAS-Wasserfilter PFAS75 – bis 3.200 l/h mit 75 Liter Selektivharz

Der PFAS75 ist ein leistungsstarker und gleichzeitig kompakter Wasserfilter zur gezielten Reduzierung von PFAS aus Brunnenwasser, Grundwasser, Trinkwasser und technischen Wasserströmen.

Mit 75 Litern selektivem Ionenaustauscherharz Lewatit TP 108 DW und einer maximalen Durchflussleistung von 3.200 l/h bietet der PFAS75 deutlich mehr Harzkapazität und Durchflussreserve als die kleinere PFAS50-Ausführung.

Das Verfahren arbeitet besonders einfach: Das belastete Wasser strömt durch das Harzbett, die PFAS werden darin gebunden und das aufbereitete Wasser verlässt den Filter. Eine regelmäßige Regeneration mit Salz oder Chemikalien ist nicht erforderlich.

Technische Daten PFAS75

Technische Daten PFAS75
Typ PFAS75
Harzfüllung 75 Liter
Filtermaterial Lewatit TP 108 DW
Max. Durchflussleistung 3.200 l/h
Anschluss Eingang / Ausgang ¾"
Temperaturbereich +5 bis +35 °C
Max. Betriebsdruck 8 bar
Differenzdruck max. 1 bar
Durchmesser ca. 334 mm
Gesamthöhe ca. 1.550 mm
Betriebsgewicht ca. 110 kg
Regeneration im normalen Betrieb nicht erforderlich
Stromanschluss für die Filterpatrone nicht erforderlich
Kontinuierlicher Abwasseranfall nein
Standzeit Berechnung anhand der Wasseranalyse; bei durchschnittlicher PFAS-Belastung bisher ca. 8–18 Jahre berechnet

Die wichtigsten Vorteile des PFAS75

  • gezielte Reduzierung kurz- und langkettiger PFAS

  • 75 Liter selektives Spezialharz

  • bis zu 3.200 l/h Durchfluss

  • hohe Aufnahmekapazität bei kompakter Bauweise

  • sehr lange mögliche Standzeit des Filtermaterials

  • bei durchschnittlicher PFAS-Belastung wurden bei von uns geprüften Rohwasserwerten bereits Standzeiten von etwa 8 bis 18 Jahren berechnet

  • keine regelmäßige Regeneration erforderlich

  • kein Regeneriersalz notwendig

  • keine permanente Chemikaliendosierung

  • kein kontinuierlicher Abwasser- oder Konzentratstrom

  • kein Stromanschluss für die eigentliche Filterpatrone erforderlich

  • geringer Wartungs- und Bedienaufwand

  • keine komplizierte Steuerung

  • Kombination mit Aktivkohle möglich

  • mehrere PFAS-Filter können bei größeren Wassermengen parallel betrieben werden

  • einfacher Harzwechsel nach Erreichen der berechneten Kapazität

Der PFAS75 eignet sich damit besonders für Gebäude, Brunnenwasserversorgungen und gewerbliche Anwendungen, bei denen mehr Durchfluss oder mehr Harzkapazität als beim PFAS50 benötigt wird.

Wie funktioniert die PFAS-Entfernung?

Der PFAS75 arbeitet mit dem speziell für diese Anwendung entwickelten Ionenaustauscherharz Lewatit TP 108 DW.

Lewatit TP 108 DW ist ein stark basisches, selektives Anionenaustauscherharz zur gezielten Bindung von PFAS.

Das Wasser strömt durch die 75 Liter Harzfüllung. Die PFAS werden am Harz gebunden und im Filter zurückgehalten.

Das Harz eignet sich unter anderem zur Reduzierung von:

  • PFOA

  • PFOS

  • PFNA

  • PFHxA

  • PFHxS

  • PFBS

  • PFBA

Damit können sowohl langkettige als auch besonders schwer zu behandelnde kurzkettige PFAS erfasst werden.

Warum 75 Liter Harz?

Das größere Harzbett ist nicht nur für den höheren Durchfluss interessant.

Mehr Harz bedeutet gleichzeitig mehr verfügbare Aufnahmekapazität für PFAS. Bei vergleichbarer Wasserqualität und gleichem Wasserverbrauch kann eine größere Harzmenge deshalb eine längere Standzeit ermöglichen.

Der PFAS75 ist insbesondere interessant, wenn:

  • der maximale Wasserbedarf über 2.000 l/h liegt

  • größere Verbrauchsspitzen auftreten

  • gegenüber dem PFAS50 zusätzliche Harzreserve gewünscht wird

  • eine größere jährliche Wassermenge behandelt werden soll

  • eine kompakte Anlage mit hoher PFAS-Aufnahmekapazität benötigt wird

Wie lange hält die Harzfüllung?

Ein wesentlicher Vorteil des PFAS75 ist die sehr lange mögliche Standzeit des Filterharzes.

Bei durchschnittlichen PFAS-Belastungen haben wir anhand von uns geprüften Rohwasseranalysen bei bisherigen Auslegungen rechnerische Standzeiten von etwa 8 bis 18 Jahren ermittelt.

Für eine erste Berechnung benötigen wir im Wesentlichen:

  • PFAS-Werte des Rohwassers

  • ungefähren Wasserverbrauch

Daraus lässt sich abschätzen, wie lange die 75 Liter Harzfüllung voraussichtlich eingesetzt werden kann.

Der Betreiber muss das Harz während dieser Zeit weder regelmäßig regenerieren noch laufend Einstellungen an der Anlage verändern.

Nach Erreichen der berechneten Kapazität wird die Harzfüllung ausgetauscht.

PFAS-Entfernung mit Aktivkohle kombinieren

Je nach Rohwasser empfehlen wir die Kombination aus Aktivkohle und PFAS-Ionenaustauscher.

Die sinnvolle Reihenfolge ist:

Rohwasser → Aktivkohlefilter → PFAS75

Ein vorgeschalteter Aktivkohlefilter (AKF) kann organische Begleitstoffe und weitere adsorbierbare Belastungen bereits vor dem PFAS-Filter reduzieren.

Auch bestimmte PFAS können bereits an der Aktivkohle gebunden werden. Das nachgeschaltete Selektivharz übernimmt anschließend die gezielte PFAS-Feinreinigung.

Vorteile der Kombination können sein:

  • zusätzliche Reinigungsstufe vor dem PFAS-Harz

  • Entlastung des Selektivaustauschers

  • Reduzierung organischer Begleitstoffe

  • zusätzliche Betriebssicherheit bei stärker belastetem Rohwasser

  • möglicherweise längere nutzbare Standzeit des PFAS-Harzes

Wichtig ist, dass der Aktivkohlefilter hydraulisch zur gewünschten Wassermenge passt. Ob eine Aktivkohlestufe notwendig oder sinnvoll ist, prüfen wir anhand der Wasseranalyse.

Einfacher Betrieb ohne komplizierte Bedienung

Der PFAS75 arbeitet ohne aufwendige Regenerationssteuerung.

Im normalen Betrieb muss der Betreiber:

  • kein Salz nachfüllen

  • keine Regeneration starten

  • keine Chemikalien dosieren

  • keine täglichen Einstellungen vornehmen

Das Wasser wird lediglich durch das Filterbett geführt.

Die eigentliche PFAS-Filterpatrone benötigt keinen eigenen Stromanschluss und produziert im normalen Betrieb kein kontinuierliches Abwasser.

Dadurch ist das System auch für Anwender geeignet, die eine möglichst einfache und wartungsarme PFAS-Aufbereitung suchen.

Muss der PFAS75 regelmäßig rückgespült werden?

Nein.

Bei sauberem beziehungsweise ausreichend vorgefiltertem Wasser ist normalerweise keine regelmäßige Rückspülung erforderlich.

Sollte sich das Harzbett durch eingetragene Partikel verschmutzen und dadurch beispielsweise der Druckverlust ansteigen, kann der Filter bei Bedarf vorsichtig entgegen der normalen Fließrichtung mit Wasser rückgespült werden.

Dabei muss die Wassermenge begrenzt werden.

Eine zu starke Rückspülung oder ein zu hoher Wasserdurchfluss kann das Ionenaustauscherharz aufwirbeln und aus dem Filterbehälter austragen.

Die Rückspülung dient nur der Reinigung eines verschmutzten Harzbettes. Sie regeneriert verbrauchtes PFAS-Harz nicht.

Entsteht beim PFAS75 Abwasser?

Im normalen Filterbetrieb entsteht kein kontinuierlicher Abwasser- oder Konzentratstrom.

Das unterscheidet den PFAS-Ionenaustauscher beispielsweise von einer Umkehrosmoseanlage.

Abwasser fällt nur dann an, wenn der Filter bei Bedarf gereinigt beziehungsweise vorsichtig rückgespült wird oder vorgeschaltete Filteranlagen eine Rückspülung benötigen.

Benötigt der PFAS75 Strom?

Die eigentliche PFAS75-Filterpatrone benötigt keinen elektrischen Anschluss.

Der vorhandene Wasserdruck oder eine bauseitige Pumpe fördert das Wasser durch das Filterbett.

Nur zusätzliche Komponenten wie Pumpen, automatische Vorfilter oder Überwachungseinrichtungen können einen Stromanschluss benötigen.

PFAS75 und Trinkwasser – aktueller Stand

Für die PFAS-Aufbereitung von Trinkwasser steht inzwischen Lewatit TP 108 DW als speziell für Trinkwassersysteme vorgesehene Harzausführung zur Verfügung.

Was ist bereits vorhanden?

  • spezielle Trinkwasserausführung Lewatit TP 108 DW

  • für kurz- und langkettige PFAS entwickelt

  • Zertifizierung nach NSF/ANSI/CAN Standard 61

  • vom Hersteller für die PFAS-Entfernung aus Trinkwasser vorgesehen

  • spezielles Inbetriebnahmeverfahren für Trinkwasseranwendungen

  • länderspezifische Trinkwassernachweise können über den Hersteller bereitgestellt werden

Was ist für Deutschland zusätzlich zu beachten?

Für den Einsatz in Deutschland gelten zusätzlich die Vorgaben der Trinkwasserverordnung und insbesondere § 20 TrinkwV.

Für Ionenaustauscher bestehen derzeit noch entsprechende Übergangs- und Fortschreibungsregelungen.

Bei einer konkreten Trinkwasseranwendung prüfen wir deshalb vor Lieferung den zu diesem Zeitpunkt aktuellen deutschen Zulassungs- und Nachweisstand und wählen die dafür geeignete Harzausführung.

Damit wird nicht mit einer veralteten pauschalen Trinkwasserzulassung gearbeitet, sondern mit dem jeweils aktuellen regulatorischen Stand.

Welche PFAS-Grenzwerte gelten im Trinkwasser?

Seit dem 12. Januar 2026 gilt in Deutschland:

Summe PFAS-20: maximal 100 ng/l

Ab dem 12. Januar 2028 gilt zusätzlich:

Summe PFAS-4: maximal 20 ng/l

Zur PFAS-4-Gruppe gehören:

  • PFOA

  • PFNA

  • PFHxS

  • PFOS

Bei Trinkwasseranwendungen empfehlen wir eine geeignete Laboranalyse des aufbereiteten Wassers zur Kontrolle.

Muss ich ständig kontrollieren, ob das Harz noch funktioniert?

Nein.

Die zu erwartende Standzeit wird anhand der PFAS-Belastung und der behandelten Wassermenge berechnet.

Dadurch lässt sich der spätere Harzwechsel langfristig planen.

Insbesondere bei Trinkwasser ist eine Laboranalyse in geeigneten Abständen sinnvoll. Eine tägliche Kontrolle oder laufende Bedienung der Filteranlage ist jedoch nicht erforderlich.

Was passiert nach Erreichen der Harzkapazität?

Das PFAS-Harz wird nicht regelmäßig vor Ort regeneriert.

Nach Erreichen der berechneten Kapazität wird die Harzfüllung ausgetauscht und das belastete Material entsprechend der vorhandenen Belastung fachgerecht entsorgt.

Der PFAS75 benötigt insgesamt 75 Liter Ionenaustauscherharz, entsprechend:

3 × 25 Liter Lewatit TP 108 DW

Lieferumfang PFAS75

  • GFK-Druckbehälter

  • PE-Innenbehälter

  • Verteilerkopf

  • 75 Liter Lewatit TP 108 DW Ionenaustauscherharz

Die Filterpatrone wird aus Transportgründen nicht bereits mit eingefülltem Harz versendet. Die drei 25-Liter-Gebinde werden bei der Installation in den Behälter eingefüllt.

Welche PFAS-Filtergröße ist die richtige?

Unsere PFAS-Filter sind in mehreren Leistungsgrößen erhältlich. Die Auswahl richtet sich hauptsächlich nach dem benötigten maximalen Durchfluss und der gewünschten Harzkapazität.

Ausführung Harzvolumen Max. Durchfluss Anschluss Durchmesser ca. Höhe ca.
PFAS50 50 l 2,0 m³/h ¾" 257 mm 1.400 mm
PFAS75 – aktuelle Ausführung 75 l 3,2 m³/h ¾" 334 mm 1.550 mm
PFAS100 100 l 4,5 m³/h 2" 376 mm 2.100 mm
PFAS125 125 l 5,4 m³/h 2" 406 mm 2.100 mm
PFAS150 150 l 8,4 m³/h 2" 469 mm 2.100 mm
PFAS200 200 l 10,0 m³/h 2" 469 mm 2.000 mm

Der PFAS75 ist besonders interessant, wenn die Leistung des PFAS50 nicht ausreicht, aber noch keine große 2"-Filteranlage erforderlich ist.

Bei noch höheren Wassermengen können mehrere Filter auch parallel betrieben werden.

Häufige Fragen zum PFAS75

Für welche Wassermenge ist der PFAS75 geeignet?

Die maximale Durchflussleistung beträgt 3.200 l/h beziehungsweise 3,2 m³/h.

Für die Auswahl sollte insbesondere der höchste gleichzeitig auftretende Wasserbedarf berücksichtigt werden.

Ist der PFAS75 für ein Einfamilienhaus geeignet?

Ja. Insbesondere bei größeren Gebäuden, höherem Spitzenwasserbedarf oder wenn bewusst zusätzliche Harzkapazität gewünscht wird, kann der PFAS75 auch für eine private Brunnenwasserversorgung sinnvoll sein.

Ist der PFAS75 für Gewerbe geeignet?

Ja. Mit bis zu 3,2 m³/h eignet sich der Filter auch für kleinere gewerbliche Wasserversorgungen und technische Anwendungen.

Ist der Filter für Brunnenwasser geeignet?

Ja. Vorher sollte jedoch die Wasseranalyse geprüft werden.

Erhöhte Eisen-, Mangan- oder Trübstoffwerte sollten gegebenenfalls vor dem PFAS-Filter behandelt werden.

Entfernt der PFAS75 auch Eisen und Mangan?

Der PFAS75 ist speziell zur PFAS-Reduzierung vorgesehen. Eisen, Mangan und größere Mengen an Schwebstoffen sollten mit einer geeigneten Vorbehandlung reduziert werden.

Kann ich einen Aktivkohlefilter vorschalten?

Ja. Die Kombination aus Aktivkohle und anschließendem PFAS-Selektivaustauscher kann bei vielen Rohwässern sinnvoll sein.

Muss das Harz jedes Jahr gewechselt werden?

Nein.

Bei durchschnittlicher PFAS-Belastung wurden bei von uns geprüften Rohwasserwerten bisher rechnerische Standzeiten von etwa 8 bis 18 Jahren ermittelt.

Muss der Filter regelmäßig gewartet werden?

Der normale Wartungsaufwand ist gering. Eine regelmäßige Regeneration, Salzbefüllung oder Chemikaliendosierung ist nicht erforderlich.

Kann der Filter rückgespült werden?

Falls sich das Filterbett durch Schmutzpartikel zugesetzt hat, kann es vorsichtig entgegen der normalen Fließrichtung gespült werden. Dabei muss die Wassermenge begrenzt werden, damit kein Harz aus dem Behälter ausgespült wird.

Entsteht während des Betriebs Abwasser?

Im normalen Filterbetrieb entsteht kein kontinuierliches Abwasser.

Kann der PFAS75 parallel mit einem zweiten Filter betrieben werden?

Ja. Für größere Durchflussmengen können mehrere Behälter parallel betrieben werden.

Wie wird PFAS nach dem Filter kontrolliert?

PFAS werden durch eine Laboranalyse bestimmt. Übliche Leitfähigkeits-, Härte- oder Schnelltests können die PFAS-Konzentration nicht zuverlässig messen.

Welche Angaben benötigen Sie für die Auslegung?

Für eine erste Auslegung benötigen wir vor allem:

  • PFAS-Analyse des Rohwassers

  • ungefährer Wasserverbrauch

  • maximal benötigter Durchfluss

  • Nutzung als Trinkwasser, Brunnenwasser, Brauchwasser oder Prozesswasser

Damit können wir die passende Filtergröße und die voraussichtliche Standzeit abschätzen.

Auf unserer Homepage finden Sie weitere technische Informationen zur PFAS-Entfernung mit Ionenaustauschern.

Angaben zum Hersteller

SCHALLER Wassertechnische Industrieanlagen GmbH
Petersbergstr. 4
74909 Meckesheim

Telefon: 0 62 26 / 92 36 - 10
Fax: 0 62 26 / 92 36 - 36

Internet:

EAN: PFAS75

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