Juraperle
Körnung 0,5 - 1,2 mm
25 kg Sack
Art.Nr.: FM-JP
EUR 29,31 - EUR 32,95
Preis netto: EUR 27,69
inkl. 19 % USt
Mengenrabatt
| Anzahl | Einzelpreis | pro Kilogramm |
|---|---|---|
| 1-9 | EUR 32,95 | EUR 1,32 |
| 10-19 -6 % | EUR 31,13 | EUR 1,25 |
| 20-39 -8 % | EUR 30,22 | EUR 1,21 |
| >= 40 -11 % | EUR 29,31 | EUR 1,17 |
Zahlungsweisen
Körnung 0,5 - 1,2 mm
25 kg Sack 5
Datenblätter
Juraperle-Beschreibung.pdf (0.26 MB)
Datenblatt_Juraperle-JW-V3.pdf (2.08 MB)
Produktbeschreibung
Juraperle zur Entsäuerung, Neutralisation und Aufhärtung
Juraperle ist ein natürliches Calciumcarbonat-Filtermaterial zur Entsäuerung, pH-Wert-Anhebung und Aufhärtung von Wasser. Das Material wird eingesetzt, wenn saure Kohlensäure reduziert, korrosives Wasser stabilisiert und der pH-Wert in einen geeigneten Bereich angehoben werden soll.
Juraperle besteht zu über 99 % aus natürlichem Calciumcarbonat. Beim Kontakt mit saurem Wasser löst sich ein Teil des Materials an. Dadurch werden Calcium- und Hydrogenkarbonat-Ionen in das Wasser eingebracht. Der pH-Wert wird stabilisiert und die Korrosionsneigung in Rohrleitungen kann reduziert werden.
Einsatzbereich von Juraperle
Juraperle wird als chemisch reagierendes Filtermaterial in Entsäuerungsfiltern, Aufhärtungsstufen und Neutralisationsanwendungen eingesetzt. Die Körnung 0,5–1,2 mm ist vergleichsweise fein und bietet eine hohe Kontaktfläche für die Reaktion mit freier Kohlensäure.
Typische Anwendungen:
- Entsäuerung von Brunnenwasser
- pH-Wert-Anhebung bei saurem Rohwasser
- Aufhärtung von weichem Wasser
- Aufhärtung nach Enthärtungsanlagen
- Aufhärtung nach Membrananlagen
- Neutralisation von saurem Wasser
- Neutralisation von saurem Abwasser bei passender Belastung
- Reduzierung korrosiver Wasserwirkung
- Stabilisierung in Richtung Kalk-Kohlensäure-Gleichgewicht
- Trinkwasseraufbereitung bei passenden Wasserwerten
- Prozesswasseraufbereitung
- Schwimmbadwasseraufbereitung bei passendem Anlagenkonzept
Die konkrete Eignung hängt von pH-Wert, freier Kohlensäure, Säurekapazität, Calcium, Karbonathärte, Durchfluss, Kontaktzeit, Filtergeschwindigkeit und gewünschter Zielqualität ab.
Entsäuerung mit Calciumcarbonat
Juraperle wirkt nicht wie eine Laugen- oder Chemikaliendosierung. Die Entsäuerung erfolgt durch Kontaktreaktion im Filterbett. Das Wasser durchströmt die Juraperle-Schüttung und löst abhängig von freier Kohlensäure und Kontaktzeit Calciumcarbonat an.
Die Produktseite beschreibt, dass der pH-Wert nach der Filtration stabil im Bereich von etwa 7 bis 7,4 bleibt. Dadurch wird eine übermäßige Alkalisierung auch bei längeren Verweilzeiten vermieden. Das ist ein typischer Vorteil von Calciumcarbonat-Materialien gegenüber einer frei dosierten alkalischen Chemikalie.
Das Material wird im Betrieb verbraucht. Die Füllhöhe muss deshalb regelmäßig kontrolliert und bei Bedarf ergänzt werden. Sinkt die Schichthöhe zu stark, nimmt die Kontaktzeit ab und die gewünschte Entsäuerungsleistung kann nicht mehr sicher erreicht werden.
Abgrenzung zu Calcite
Calcite Calciumcarbonat und Juraperle bestehen beide überwiegend aus Calciumcarbonat und werden zur Entsäuerung, pH-Wert-Anhebung und Aufhärtung eingesetzt. Der Unterschied liegt vor allem in Rohmaterial, Körnung, Reaktivität, Schüttverhalten und der konkreten Anlagenanwendung.
Juraperle wird als Weißjura-Epsilon-Material beschrieben und besitzt laut Produktseite eine Körnung von 0,5–1,2 mm. Calcite besitzt eine breitere Körnung von 0,5–2,1 mm und ebenfalls eine Anwendung im pH-Bereich saurer Rohwässer.
Die Auswahl zwischen Juraperle und Calcite sollte anhand der Wasseranalyse erfolgen. Entscheidend sind freie Kohlensäure, pH-Wert, gewünschter Ziel-pH-Wert, Zielhärte, Kontaktzeit, Filtergeschwindigkeit und vorhandene Filteranlage.
Abgrenzung zu Semidol und Akdolit
Semidol K1, Semidol K2, Akdolit Magno-Dol CM1, Akdolit Magno-Dol CM2, Akdolit Hydrolit CA und Akdolit Hydrolit MG sind ebenfalls Materialien für Entsäuerung, Neutralisation oder Aufhärtung, unterscheiden sich aber in Zusammensetzung, Reaktivität und Zielanwendung.
Juraperle ist ein natürliches Calciumcarbonatmaterial. Semidol und Akdolit Magno-Dol sind dolomitische bzw. teilkalzinierte Materialien, die neben Calcium auch Magnesium in anderer Form einbringen können. Akdolit Hydrolit MG ist stärker als Neutralisationsmaterial für saure Wässer und Abwässer einzuordnen.
Wichtige Auswahlpunkte:
- pH-Wert im Rohwasser
- freie Kohlensäure
- Säurekapazität
- gewünschter Ziel-pH-Wert
- gewünschte Calcium- und Magnesiumhärte
- Filtergeschwindigkeit
- Schichthöhe
- Rückspülleistung
- Nachfüllintervall
- Trinkwasser-, Prozesswasser- oder Abwasseranwendung
Ein Materialwechsel in einer vorhandenen Anlage sollte nur erfolgen, wenn Körnung, Schüttdichte, Rückspülverhalten und Zielwasserqualität zur Anlage passen.
Abgrenzung zu anderen Filtermedien
Juraperle ist ein Entsäuerungs-, Neutralisations- und Aufhärtungsmaterial. Es ist kein reines mechanisches Filtermaterial, kein Adsorptionsmedium und kein spezielles Medium zur Eisen- oder Manganentfernung.
Bei Partikeln, Trübung oder Stützschichten ist je nach Filteraufbau ein gewaschener Quarzkies wie Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm zu prüfen. Die Produktseite nennt eine Kiesstützschicht als Betriebsbedingung.
Bei organischen Stoffen, Geruch, Geschmack, Chlor oder Ozon ist Aktivkohle FA 100, Aktivkohle Norit PK 1-3 oder eine andere passende Aktivkohle zu prüfen. Aktivkohle hebt keinen pH-Wert an und neutralisiert keine freie Kohlensäure.
Bei Eisen, Mangan oder Schwefelwasserstoff ist Greensand Plus ein spezielles Filtermedium für entsprechende Greensand-Anlagen. Bei Greensand-Anlagen ist die vollautomatische kapazitätsgesteuerte Regeneration zu berücksichtigen.
BIRM Filtermaterial kann zur Reduzierung von Eisen und Mangan eingesetzt werden, benötigt aber passende Wasserbedingungen. Besonders wichtig sind ausreichender Sauerstoffanteil, geeigneter pH-Wert und passende Rohwasserqualität. Ohne ausreichende Oxidation ist die Wirkung nicht sicher vorhersagbar.
Einsatz in Entsäuerungsanlagen
Juraperle wird in Entsäuerungsanlagen als Verbrauchsmaterial eingesetzt. Das Wasser durchströmt das Filterbett und reagiert mit dem Calciumcarbonat. Dabei wird aggressive Kohlensäure reduziert, der pH-Wert angehoben und Calciumhärte in das Wasser eingebracht.
Die Filteranlage muss zur gewünschten Wassermenge, Schichthöhe, Kontaktzeit und Rückspülung passen. Wird das Material zu schnell durchströmt, kann die Entsäuerung unzureichend sein. Ist die Anlage zu klein, verkürzt sich das Nachfüllintervall.
Bei Brunnenwasser mit niedrigem pH-Wert und nachgeschalteten Filteranlagen sollte die Entsäuerung ausreichend groß ausgelegt werden, weil sie auch das Rückspülwasser nachgeschalteter Anlagen behandeln muss.
Technische Daten
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Produkt | Juraperle |
| Artikelnummer | FM-JP |
| Produkttyp | Entsäuerungs-, Neutralisations- und Aufhärtungsmaterial |
| Materialbasis | natürliches Calciumcarbonat |
| Rohmaterial | Weißjura-Epsilon / Jura-Marmor |
| Körnung | 0,5–1,2 mm |
| Verpackungseinheit | 25 kg Sack |
| Volumen je Sack | ca. 18 l |
| Gewicht | 25 kg |
| Calciumcarbonat | ca. 99,1 % CaCO₃ |
| Siliciumdioxid | ca. 0,25 % SiO₂ |
| Magnesiumcarbonat | ca. 0,4 % MgCO₃ |
| Aluminiumoxid | ca. 0,15 % Al₂O₃ |
| Eisenoxid | ca. 0,04 % Fe₂O₃ |
| wasserlösliche Bestandteile | ca. 0,05 % |
| HCl-unlösliche Bestandteile | ca. 0,3 % |
| pH-Bereich | 4,0–7,0 |
| Schichthöhe im Filter | 600–750 mm |
| Rückspülfreiraum | 50 % der Betthöhe, mindestens |
| Rückspülgeschwindigkeit | 25–35 m/h |
| Filtergeschwindigkeit | 8–15 m/h |
| Kiesstützschicht | Quarzkies |
| Verbrauchsrichtwert | ca. 100 mg/l Juraperle für ca. 40 mg/l CO₂ |
| Lieferzeit | ca. 1–2 Wochen |
| Datenblatt | Datenblatt_Juraperle-JW-V3.pdf |
| Beschreibung | Juraperle-Beschreibung.pdf |
Betriebsbedingungen und Auslegung
Juraperle benötigt ausreichende Kontaktzeit mit dem Wasser. Die Reaktion hängt von freier Kohlensäure, pH-Wert, Schichthöhe, Filtergeschwindigkeit und Wasserdurchsatz ab.
Wichtige Auslegungspunkte:
- pH-Wert im Zulauf
- freie Kohlensäure
- Säurekapazität
- Calcium und Karbonathärte
- gewünschter pH-Wert nach der Entsäuerung
- gewünschte Härte nach der Aufhärtung
- Durchflussleistung
- Filtergeschwindigkeit
- Schichthöhe im Filter
- Kontaktzeit
- Rückspülleistung
- Stützschicht und Filteraufbau
- nachgeschaltete Filteranlagen
Ohne Wasseranalyse lässt sich nicht sicher beurteilen, ob Juraperle ausreichend ist oder ob ein anderes Entsäuerungsmaterial bzw. eine andere Verfahrenskombination erforderlich wird.
Rückspülung und Schichtaufbau
Juraperle muss regelmäßig rückgespült werden. Die Rückspülung hält das Filterbett hydraulisch durchlässig, entfernt Ablagerungen und reduziert Kanalbildung.
Beim Filteraufbau ist eine Kiesstützschicht zu berücksichtigen. Dafür kann je nach Anlage ein geeigneter Quarzkies wie Quarzkies Filtersand 3,15–5,6 mm eingesetzt werden.
Nach dem Befüllen muss die Anlage gründlich gespült werden. Rückspülleistung, Austragssicherheit, Filterbettaufbau und Klarspülung sind zu prüfen. Bei zu geringer Rückspülung können Ablagerungen und ungleichmäßige Durchströmung entstehen. Bei zu hoher Rückspülung kann Material ausgetragen werden.
Verbrauch und Nachfüllung
Juraperle wird im Betrieb verbraucht. Die Produktseite nennt als Richtwert, dass etwa 100 mg/l Juraperle rund 40 mg/l CO₂ neutralisieren können. Der tatsächliche Verbrauch hängt von freier Kohlensäure, pH-Wert, Wassermenge, Kontaktzeit und Zielqualität ab.
Die Füllhöhe muss regelmäßig kontrolliert werden. Sinkt die Materialhöhe zu stark, nimmt die Kontaktzeit ab und der gewünschte pH-Wert wird möglicherweise nicht mehr erreicht.
Beim Nachfüllen sind Tankgröße, vorhandene Restfüllung, Schichthöhe, Stützschicht und Rückspülverhalten zu prüfen. Zusätzlich sollte die Wasserqualität vor und nach der Entsäuerung kontrolliert werden.
Wirkung auf Wasserhärte und Korrosion
Durch die Reaktion im Filterbett steigen Calcium- und Hydrogenkarbonat-Konzentration. Dadurch wird das Wasser aufgehärtet und die korrosive Wirkung saurer Wässer kann reduziert werden.
Diese Aufhärtung ist bei korrosivem Brunnenwasser häufig gewünscht. Bei Anwendungen, die eine niedrige Härte erfordern, muss jedoch geprüft werden, ob nach der Entsäuerung eine Enthärtungsanlage erforderlich ist.
Juraperle sollte daher nicht nur nach dem pH-Wert ausgewählt werden. Die nach der Entsäuerung entstehende Wasserhärte muss zur Anwendung und zu nachgeschalteten Anlagen passen.
Anwendung nach Enthärtungsanlagen und Membrananlagen
Juraperle kann zur Aufhärtung nach Enthärtungsanlagen oder nach Membrananlagen eingesetzt werden, wenn eine definierte pH-Wert-Anhebung und Mineralisierung gewünscht ist.
Nach Enthärtungsanlagen muss geprüft werden, ob eine Aufhärtung tatsächlich zum Ziel passt. Enthärtung entfernt Härtebildner über Ionenaustausch, während Juraperle durch Calciumcarbonat-Auflösung wieder Calciumhärte in das Wasser einbringt.
Nach Membrananlagen kann Juraperle zur Stabilisierung von Permeat geprüft werden. Permeat besitzt nur geringe Pufferkapazität und reagiert empfindlich auf CO₂-Eintrag, Belüftung und Aufhärtungsmaterialien. Ziel-pH-Wert, Zielhärte, Kontaktzeit und Anlagenbetrieb müssen deshalb sauber festgelegt werden.
Anwendung bei saurem Abwasser
Juraperle kann zur Neutralisation von saurem Abwasser eingesetzt werden, wenn Säurefracht, Durchflussmenge und geforderte Zielqualität zum Material passen. Bei stark schwankenden pH-Werten, hohen Säurefrachten oder Dokumentationspflichten kann eine geregelte Neutralisationsanlage erforderlich sein.
Juraperle ersetzt keine automatisch geregelte pH-Dosierung, wenn exakte Einleitwerte dauerhaft dokumentiert und eingehalten werden müssen.
Handhabung und Lagerung
Juraperle sollte trocken gelagert und vor Verunreinigung geschützt werden. Beim Umgang mit Filtermaterialien sind Staubentwicklung, saubere Arbeitsweise und geeignete persönliche Schutzausrüstung zu beachten.
Wichtige Hinweise:
- trocken lagern
- Verpackung geschlossen halten
- Staubentwicklung vermeiden
- Material sauber einfüllen
- nicht mit ungeeigneten Chemikalien verunreinigen
- beim Befüllen Steigrohr und Dichtflächen schützen
- Füllhöhe nach Inbetriebnahme kontrollieren
- Rückspülfunktion nach Befüllung prüfen
- Wasserqualität nach der Inbetriebnahme kontrollieren
Das Material ist ein Verbrauchsmaterial. Füllstand und Wasserqualität sollten regelmäßig geprüft werden.
Grenzen von Juraperle
Juraperle ist nicht für jede pH-Korrektur geeignet. Bei sehr stark saurem Wasser, hoher Säurefracht oder stark schwankenden pH-Werten kann die Kontaktzeit oder Reaktionsleistung nicht ausreichen.
Juraperle entfernt keine Keime, kein Nitrat, kein Ammonium und keine organischen Stoffe. Für diese Belastungen müssen andere Verfahren geprüft werden.
Bei Eisen und Mangan ist zu beachten, dass Juraperle keine gezielte Enteisenungs- oder Entmanganungsstufe ersetzt. Durch die pH-Wert-Anhebung kann sie die Bedingungen für nachgeschaltete Verfahren verbessern, muss aber anhand der Wasseranalyse eingeordnet werden.
Angaben für die technische Prüfung
Für die Auswahl und Auslegung von Juraperle sind folgende Angaben hilfreich:
- Anwendung: Trinkwasser, Brunnenwasser, Prozesswasser, Permeat oder Abwasser
- vollständige Wasseranalyse
- pH-Wert
- freie Kohlensäure
- Säurekapazität
- Calcium
- Gesamthärte und Karbonathärte
- Eisen und Mangan
- Trübung und Feststoffe
- gewünschter pH-Wert nach der Aufbereitung
- gewünschte Härte nach der Aufbereitung
- Durchflussleistung
- Tagesmenge
- vorhandene Filteranlage
- Tankgröße und Füllmenge
- vorhandene Stützschicht
- Rückspülleistung der Pumpe
- Abwasseranschluss für Rückspülung
- nachgeschaltete Anlagen
- gewünschtes Nachfüllintervall
Ohne diese Angaben lässt sich nicht sicher beurteilen, ob Juraperle das passende Entsäuerungsmaterial ist oder ob ein anderes Verfahren erforderlich wird.
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