PE-HD Tanks Rechteckbehälter
PE-HD Tanks für Wasser und Chemikalien
PE-HD Tanks werden als Lager- und Vorratsbehälter für Wasser, Prozessmedien und geeignete Chemikalien eingesetzt. Durch die gute chemische Beständigkeit und das geringe Eigengewicht eignen sie sich für Wasseraufbereitungsanlagen, Dosierstationen, Pumpenvorlagen und industrielle Versorgungssysteme.
In dieser Kategorie finden Sie PE-HD-Rechtecktanks in verschiedenen Volumina, passende Entnahmearmaturen, Niveaumessung sowie Tanklösungen mit geregelter Druckerhöhung. Weitere Behältertypen finden Sie in der Kategorie Tanks und Lagerbehälter. Für die chemische Dosierung sind außerdem Dosiertechnik und passende Chemikalien für Wasseraufbereitung relevant.
PE-HD Tanks richtig auswählen
Wofür PE-HD Tanks eingesetzt werden
PE-HD Tanks dienen als Vorrats-, Lager- oder Vorlagebehälter. Sie werden eingesetzt, wenn Wasser, Prozesswasser, VE-Wasser, Brauchwasser, Hilfsmedien oder geeignete Chemikalien bevorratet und anschließend kontrolliert entnommen werden sollen.
Typische Anwendungen sind Wasseraufbereitungsanlagen, Dosierstationen, Pumpenvorlagen, Kühl- und Prozesswassersysteme, Nachspeisebehälter, Zwischenbehälter und Versorgungssysteme. Je nach Anwendung kann der Tank allein, mit Entnahmearmatur, mit Niveaumessung oder mit Druckerhöhungsanlage eingesetzt werden.
PE-HD als Werkstoff
PE-HD steht für hochdichtes Polyethylen. Der Werkstoff ist leicht, korrosionsbeständig und für viele wässrige Medien sowie zahlreiche Chemikalien geeignet. Dadurch ist PE-HD ein bewährter Werkstoff für Lagerbehälter in Wasseraufbereitung und Industrie.
Die chemische Beständigkeit muss trotzdem immer im Einzelfall geprüft werden. Entscheidend sind Medium, Konzentration, Temperatur, Lagerdauer und mögliche Reaktionen. Nicht jede Chemikalie ist automatisch für jeden PE-HD-Tank geeignet.
Rechtecktanks mit geringer Stellfläche
PE-HD-Rechtecktanks sind besonders dann sinnvoll, wenn der verfügbare Aufstellraum begrenzt ist. Durch die rechteckige Bauform lässt sich das Volumen häufig platzsparender unterbringen als bei runden Behältern.
Das ist relevant in Technikräumen, Wasseraufbereitungsanlagen, Dosierstationen oder beengten Produktionsbereichen. Trotzdem müssen Zugänglichkeit, Befüllung, Entnahme, Reinigung, Wartung und eventuelle Auffangräume berücksichtigt werden.
Volumen und Vorratsmenge
Die Tankgröße muss zur benötigten Vorratsmenge passen. Ein zu kleiner Tank führt zu häufigem Nachfüllen oder zu unruhigem Anlagenbetrieb. Ein zu großer Tank kann unnötig Platz beanspruchen und bei sensiblen Medien längere Standzeiten verursachen.
Bei Wasser- und Prozessmedien sind Tagesverbrauch, Spitzenbedarf, Nachfüllintervall und Reservevolumen relevant. Bei Chemikalien müssen zusätzlich Verbrauch, Gebindegröße, Lieferintervall, Lagerbedingungen und Arbeitsschutz berücksichtigt werden.
Befüllung und Entnahme
PE-HD Tanks können je nach Ausführung mit Anschlüssen für Befüllung, Entnahme, Be- und Entlüftung, Rückläufe oder Sensorik ausgestattet sein. Die Entnahme erfolgt häufig im unteren Bereich des Behälters, zum Beispiel über Kugelhahn, Flansch oder Rohranschluss.
Bei der Planung sollte geprüft werden, ob die Entnahme im freien Auslauf, über eine Dosierpumpe, über eine Druckerhöhungsanlage oder über eine Prozesspumpe erfolgen soll. Die Anschlussgröße muss zum Durchfluss, zur Rohrleitung und zum Medium passen.
Be- und Entlüftung
Bei Befüllung und Entnahme muss Luft in den Tank hinein- oder aus dem Tank herausströmen können. Eine ungeeignete Be- und Entlüftung kann zu Unterdruck, Überdruck, Verformung oder Betriebsstörungen führen.
Je nach Medium kann die Be- und Entlüftung einfach offen, gefiltert oder mit spezieller Filtertechnik ausgeführt werden. Bei hygienisch sensiblen Anwendungen können Sterilfilter sinnvoll sein. Bei VE- oder Reinstwasser kann ein CO₂-Absorber erforderlich sein, wenn Kohlendioxideintrag über die Umgebungsluft vermieden werden soll.
Niveaumessung und Schaltautomatik
Eine Niveaumessung kann eingesetzt werden, um Füllstände zu überwachen und Pumpen oder Anlagen automatisch zu schalten. Auf der Seite ist eine Niveaumessung für Lagertanks mit Schaltautomatik sichtbar.
Typische Funktionen sind Trockenlaufschutz, Nachspeisefreigabe, Überfüllschutz, Pumpensteuerung oder Störmeldung. Welche Ausführung passt, hängt von Medium, Tankhöhe, Schaltpunkten, Steuerung und gewünschter Betriebssicherheit ab.
Tanks mit geregelter Druckerhöhung
Tanklösungen mit geregelter Druckerhöhung werden eingesetzt, wenn aus dem Vorratsbehälter ein definierter Versorgungsdruck bereitgestellt werden soll. Das kann bei Prozesswasser, VE-Wasser, Umkehrosmose-Permeat, Nachspeisewasser oder technischen Verbrauchern erforderlich sein.
Bei solchen Anlagen müssen Tankvolumen, Pumpenleistung, Druckbereich, Leitungsnetz, Entnahmespitzen und Schutzfunktionen zusammenpassen. Auch die Wasserqualität ist zu berücksichtigen, da Werkstoffe, Armaturen und Verrohrung zum Medium passen müssen.
Einsatz in Wasseraufbereitungsanlagen
PE-HD Tanks werden häufig in Verbindung mit Umkehrosmoseanlagen, Vollentsalzung, Dosiertechnik, Filteranlagen oder Prozesswasseranlagen eingesetzt. Sie können als Permeattank, Vorlagebehälter, Spülbehälter, Dosiermittelbehälter oder Pufferspeicher dienen.
Bei Umkehrosmose-Permeat oder VE-Wasser sollte beachtet werden, dass salzarmes Wasser CO₂ aus der Luft aufnehmen kann. Dadurch kann die Leitfähigkeit steigen. Für empfindliche Anwendungen müssen Be- und Entlüftung sowie Werkstoffe entsprechend geprüft werden.
Einsatz für Chemikalien
PE-HD Tanks können für geeignete Chemikalien eingesetzt werden, wenn Beständigkeit, Temperatur und Betriebsbedingungen passen. Typische Anwendungen sind Dosiermittel, Konditionierungsmittel, pH-Korrekturmittel oder Hilfsmedien in der Wasseraufbereitung.
Für Chemikalienlagerung reicht die Tankauswahl nach Volumen nicht aus. Zu prüfen sind chemische Beständigkeit, Dichte, Konzentration, Temperatur, Belüftung, Auffangwanne, Befüllanschluss, Entnahmesystem, Kennzeichnung und Sicherheitsdatenblatt.
Aufstellung und Tragfähigkeit
PE-HD Tanks müssen auf einer ebenen, tragfähigen Fläche aufgestellt werden. Das Gewicht des gefüllten Tanks ist deutlich höher als das Eigengewicht des leeren Behälters. Bei 1.000 l Wasser ist allein mit etwa 1.000 kg Mediumgewicht zu rechnen.
Die Aufstellfläche muss vollflächig unterstützen und darf keine scharfen Kanten, Punktlasten oder Unebenheiten aufweisen. Bei größeren Behältern sind Türbreiten, Transportweg, Deckenhöhe, Wartungszugang und spätere Demontage bereits vor Bestellung zu prüfen.
Druckbelastung und Betriebsweise
PE-HD Lagertanks sind keine Druckbehälter. Sie werden typischerweise drucklos oder nur gering druckbelastet betrieben. Ein Tank darf nicht als geschlossener Druckspeicher eingesetzt werden, wenn er dafür nicht ausdrücklich ausgelegt ist.
Bei Befüllung, Entnahme, Pumpenbetrieb oder Rückläufen muss sichergestellt sein, dass keine unzulässigen Druckverhältnisse entstehen. Be- und Entlüftung, Überlauf, Rückschlagarmaturen und Pumpensteuerung müssen zur Anlage passen.
Medien- und Temperaturbeständigkeit
Die Eignung des Tanks hängt vom Medium und von der Temperatur ab. Wasser, Prozessmedien und viele Chemikalien können in PE-HD gelagert werden, aber nicht jedes Medium ist automatisch zulässig.
Bei erhöhten Temperaturen kann sich die Beständigkeit verändern. Auch die Dichte des Mediums ist wichtig, weil sie die statische Belastung des Behälters beeinflusst. Bei Chemikalien sollten Herstellerangaben und Beständigkeitstabellen geprüft werden.
Zubehör und Ausrüstung
Je nach Anwendung können Entnahmearmaturen, Kugelhähne, Flansche, Niveaumessung, Schaltautomatik, Be- und Entlüftungsfilter, CO₂-Absorber, Sterilfilter, Druckerhöhung oder Auffangwannen erforderlich sein.
Für Dosieranwendungen sind zusätzlich Sauglanzen, Dosierpumpen, Impfventile und Dosierleitungen relevant. Für hygienische oder leitfähigkeitskritische Anwendungen können Belüftungsfilter oder CO₂-Absorber wichtig sein. Das Zubehör sollte immer passend zum Tank, Medium und Anlagenkonzept ausgewählt werden.
Abgrenzung zu PP-H- und PE-100-Rundbehältern
PE-HD-Rechtecktanks sind besonders bei begrenzter Stellfläche und typischen Lageranwendungen interessant. Für andere Anwendungen können runde PP-H Tanks oder PE-100 Tanks besser passen.
Die Auswahl hängt von Medium, Volumen, Temperatur, Geometrie, Anschlussbedarf, Reinigbarkeit und Aufstellung ab. Deshalb sollte nicht nur das Nennvolumen verglichen werden, sondern auch Werkstoff, Bauform und benötigte Ausstattung.
Typische Auswahlfehler vermeiden
Ein häufiger Fehler ist die Auswahl des Tanks nur nach Literzahl. Entscheidend sind auch Medium, Dichte, Temperatur, Aufstellort, Anschlüsse, Befüllung, Entnahme, Belüftung und erforderliche Sicherheitseinrichtungen.
Ein weiterer Fehler ist fehlende Berücksichtigung des Betriebsablaufs. Wenn der Tank später mit Pumpe, Dosieranlage, Rücklauf oder Steuerung betrieben werden soll, müssen Anschlüsse, Niveaumessung und Einbaupositionen von Anfang an passend vorgesehen werden.
Angaben für die Auswahl
Für die Auswahl eines passenden PE-HD Tanks sind folgende Angaben hilfreich:
- Medium oder Chemikalie
- Konzentration und Sicherheitsdatenblatt bei Chemikalien
- benötigtes Tankvolumen
- gewünschtes Nachfüll- oder Lieferintervall
- Temperatur des Mediums
- Dichte des Mediums
- Aufstellort und verfügbare Stellfläche
- Innen- oder Außenaufstellung
- Befüllart und Befüllleistung
- Entnahmeart: freier Auslauf, Pumpe, Dosierpumpe oder Druckerhöhung
- benötigte Anschlüsse und Anschlussgrößen
- Be- und Entlüftung
- gewünschte Niveaumessung oder Schaltpunkte
- Anforderungen an Auffangwanne oder Leckageschutz
- vorhandene Wasseraufbereitungsanlage oder Dosiertechnik
- Transportweg und Türbreiten
- Anforderungen an Hygiene, Leitfähigkeit oder CO₂-Schutz
Ohne Angaben zu Medium, Volumen, Aufstellung und Entnahme lässt sich ein Tank nicht sicher auswählen.
Häufige Fragen zu PE-HD Tanks
Wofür werden PE-HD Tanks eingesetzt?
PE-HD Tanks werden als Lager-, Vorrats- oder Vorlagebehälter für Wasser, Prozessmedien und geeignete Chemikalien eingesetzt. Typische Anwendungen sind Wasseraufbereitung, Dosiertechnik, Pumpenvorlagen und Prozesswasserversorgung.
Was bedeutet PE-HD?
PE-HD bedeutet hochdichtes Polyethylen. Der Werkstoff ist leicht, korrosionsbeständig und für viele wässrige Medien sowie zahlreiche Chemikalien geeignet.
Sind PE-HD Tanks für Chemikalien geeignet?
Ja, je nach Chemikalie. Die Beständigkeit muss im Einzelfall anhand von Medium, Konzentration, Temperatur und Sicherheitsdatenblatt geprüft werden.
Können PE-HD Tanks im Außenbereich aufgestellt werden?
Die Tanks dieser Kategorie sind für den Einsatz im Gebäude bzw. Innenbereich vorgesehen. Für Außenaufstellung müssen UV-Beständigkeit, Temperatur, Frost, Witterung und Aufstellbedingungen gesondert geprüft werden.
Sind PE-HD Tanks druckfest?
Nein. PE-HD Lagertanks sind keine Druckbehälter. Sie werden drucklos oder nur gering druckbelastet betrieben. Für Druckanwendungen sind andere Behälter oder Drucktanks erforderlich.
Welche Tankgröße ist richtig?
Die Tankgröße richtet sich nach Verbrauch, Nachfüllintervall, Reservevolumen, Aufstellfläche und Betriebsweise. Bei Chemikalien müssen zusätzlich Gebindegröße, Lagerbedingungen und Verbrauch berücksichtigt werden.
Warum ist die Be- und Entlüftung wichtig?
Bei Befüllung und Entnahme muss Luft ein- oder austreten können. Eine fehlende oder falsch ausgeführte Be- und Entlüftung kann zu Unterdruck, Überdruck oder Verformung des Tanks führen.
Wann ist eine Niveaumessung sinnvoll?
Eine Niveaumessung ist sinnvoll, wenn Füllstände überwacht oder Pumpen automatisch geschaltet werden sollen. Sie kann für Trockenlaufschutz, Nachspeisung, Überfüllschutz oder Störmeldung eingesetzt werden.
Wann brauche ich einen Tank mit Druckerhöhung?
Ein Tank mit Druckerhöhung ist sinnvoll, wenn aus dem Vorratsbehälter ein definierter Versorgungsdruck bereitgestellt werden muss, zum Beispiel für Prozesswasser, Permeat, VE-Wasser oder technische Verbraucher.
Was muss bei VE-Wasser oder Umkehrosmose-Permeat beachtet werden?
Salzarmes Wasser kann CO₂ aus der Luft aufnehmen. Dadurch kann die Leitfähigkeit steigen. Bei empfindlichen Anwendungen sollten Be- und Entlüftung, Werkstoffe und gegebenenfalls CO₂-Absorber geprüft werden.
Welche Angaben werden für eine technische Rückfrage benötigt?
Hilfreich sind Medium, Volumen, Temperatur, Dichte, Aufstellort, Stellfläche, Befüllung, Entnahme, benötigte Anschlüsse, Niveaumessung, Be- und Entlüftung, vorhandene Anlage und bei Chemikalien das Sicherheitsdatenblatt.
WHGFachbetrieb










